Artenschwund, Klimawandel und Plastikmüll: Earth Day 2018

Fast 50 Jahre sind vergangen seit der erste Earth Day am 22. April 1970 Millionen Menschen mobilisiert hat. Sich Herausforderungen bewusst zu werden, führt jedoch nicht zwangsläufig auch zu adäquatem Handeln. Das zeigen die Beispiele rund um den fortschreitenden Klimawandel, den globalen Artenschwund sowie Plastikmüll in den Weltmeeren.

Forscher alarmieren: Sechstes Artensterben übertrifft Prognosen

Das Überleben der menschlichen Zivilisation sei in Gefahr. Mit diesen drastischen Worten schildern Forscher das Ergebnis ihrer kürzlich veröffentlichten Studie. Darin haben sie die Populationen von 27.500 Arten untersucht. Ihr Ergebnis: Das sechste große Artensterben findet gerade statt – und es ist schlimmer als befürchtet.

Studie: Halbe Erdoberfläche muss zur Schutzzone werden

„Wir brauchen ein Pendant des Pariser Klimaabkommens für den Schutz der Artenvielfalt“, fordert Nigel Sizer, Präsident der Rainforest Alliance. Um das sechste große Artensterben zu stoppen, müsste bis zum Jahr 2050 rund die halbe Erdoberfläche zur Schutzzone werden. Das ist das Ergebnis einer Studie, an der auch Nigel Sizer als Koautor mitgewirkt hat. So absurd, wie das für manche vielleicht klingt, ist es aber gar nicht.