Waldbrände im Amazonas-Regenwald: Was passiert mit den Spenden

Seit Mittwoch, den 21. August, erreicht uns ein überwältigender Zuspruch und zahlreiche Spenden im Kampf gegen die Waldbrände im Amazonas-Regenwald. Wir haben uns am darauffolgenden Tag dazu entschieden, 100 Prozent der im August über unseren Instagram-Kanal gespendeten Gelder an fünf brasilianische Hilfsgruppen weiterzuleiten. Diese bekämpfen die Abholzung und Brandrodung vor Ort und setzen sich für die Rechte der indigenen Gemeinschaften im Amazonasgebiet ein.

Bereits am 27. August konnten wir erste Spendengelder in Höhe von 500.000 US-Dollar an unsere Partner in Brasilien weiterleiten. Diese haben über das Instituto Clima e Sociedade (iCS) einen speziellen Fond eingerichtet, um die Mittel transparent zu verwalten und zu verteilen, darunter auch an: COIAB (die brasilianische Organisation unseres Partners COICA), an unseren langjährigen Partner für nachhaltige Landwirtschaft IMAFLORA sowie an das Instituto Socioambiental, Instituto de Pesquisa Ambiental da Amazônia (IPAM), Saúde e Alegria und Imazon.

Zusammen mit unseren Partnerorganisation vor Ort haben wir außerdem einen konkreten Plan erstellt, in welcher Form die Spendengelder zur Krisenmobilisierung eingesetzt werden. Hierzu gehören unter anderem:

– Schulung von Feuerwehrleuten in den kritischen Krisengebieten, um Kleinbrände zu bekämpfen, bevor sie außer Kontrolle geraten

– Einsatz neuer Technologien, um Echtzeitinformationen und somit ein aktuelles Lagebild der Waldbrände zu erhalten – und um Gebiete mit hohem Brandrodungsrisiko zu identifizieren

– Hilfsorganisationen vor Ort informieren Regierungen, Medien, Unternehmen und die Öffentlichkeit über die aktuelle Lage

– langfristige Maßnahmen zur Wiederherstellung der Ökosysteme und die Entwicklung nachhaltiger Forstwirtschaften durch starke politische Fürsprache und Strategie.

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Quelle / Foto: Mohsin Kazmi