Internationaler Tag der Wälder

Keine freudigen Neuigkeiten zum Internationalen Tag der Wälder: Rund 30 Prozent der Wälder der Erde sind von Menschen bereits zerstört worden. Weitere 20 Prozent sind degradiert. Die übrigen Waldflächen sind häufig in Einzelteile zerstückelt, sodass lediglich noch 15 Prozent der Wälder intakt sind. Eine der Hauptursachen für die Zerstörung von Wäldern ist Landwirtschaft. Sie ist für über 70 Prozent der Entwaldung in den Tropen verantwortlich. Es gibt aber Wege, Walderhalt und produktive Landwirtschaft in Einklang zu bringen. Genau dafür setzen wir uns ein.

Menschen, deren Lebensgrundlage vom Wald abhängt, sind diejenigen, die ebenfalls ein natürliches Interesse am Erhalt der Wälder haben. Wir helfen solchen Forstgemeinden dabei, nachhaltige Betriebe aufzubauen, damit sie wirtschaftlich erfolgreich sein können, gerade weil sie ihre Wälder verantwortungsvoll bewirtschaften und auf diese Weise bewahren.

Das ist aber nur ein Beispiel, weshalb es wichtig ist, Wälder in den Tropen zu erhalten. Wir erleben gerade das größte Artensterben seit dem Aussterben der Dinosaurier. Die Zukunft vieler Pflanzen und Tiere sowie hunderter menschlicher Kulturen entscheidet sich in den kommenden Jahrzehnten. Weil Wälder für unseren Planeten so essenziell sind, müssen wir verantwortungsvoll handeln und alles dafür tun, um sie auch für künftige Generation zu erhalten. Auch wir als Konsumenten haben bei jedem Einkauf die Wahl, uns bewusst für nachhaltig erzeugte bzw. zertifizierte Produkte zu entscheiden. Im Ursprung der Rohstoffe macht das einen Unterschied.

Motto: „Wälder und nachhaltige Städte“

In diesem Jahr steht der Internationale Tag der Wälder unter dem Motto: „Wälder und nachhaltige Städte“. Was zunächst wie ein Gegensatz klingen mag, macht durchaus Sinn: Städte wachsen. Weltweit strömen immer mehr Menschen in Städte und Ballungsgebiete. Die steigende Weltbevölkerung wird diesen Trend weiter bestärken. Wir müssen und können verhindern, dass dies mit mehr Umweltverschmutzung und Entwaldung einhergeht. Gestalten wir Städte grüner, kann sich das vielfach positiv auswirken, zum Beispiel in Form von sauberer Luft, stabilem Mikroklima und geringerem Energieverbrauch. Nicht zuletzt wirken Bäume auch positiv auf unsere mentale Gesundheit.

Passend zum Motto gibt es erstaunliche Projekte z. B. in China, die – wenn sie erfolgreich umgesetzt werden – Signalwirkung haben können:

Die erste „Waldstadt“ der Welt

In China soll in wenigen Jahren die weltweit erste „Waldstadt“ entstehen. Im Norden von Liuzhou, Guangxi, im Süden Chinas, sollen in Zukunft 30.000 Menschen leben – und mit ihnen 40.000 Bäume sowie eine Million Pflanzen (darunter 100 verschiedene Arten). Die Stadt soll über Schulen, ein Krankenhaus, Straßen für Elektrofahrzeuge und Einkaufsmöglichkeiten verfügen. Strom soll zu einem Großteil aus Geothermie und Solarenergie erzeugt werden. Dieses Projekt ist eine Maßnahme, die Umweltverschmutzung und Klimawandel adressieren soll. Baubeginn ist im Jahr 2020.

Die beiden Waldtürme

Eine Dimension kleiner, aber ebenso beeindruckend ist die Idee sogenannter vertikaler Wälder in Städten. Gemeint sind Türme, die mit allerlei Pflanzen und Bäumen bedeckt sind. In Nanjing, China, sollen die ersten beiden Waldtürme Asiens entstehen. Die beiden Gebäude sollen rund 200 Meter hoch und zum neuen Markenzeichen der Stadt werden. Über 1.100 Bäume und 2.500 Pflanzen sollen auf ihnen wachsen. Darin geplant sind unter anderem ein Hotel, ein Museum, Büros und diverse Einkaufsmöglichkeiten. Noch in diesem Jahr soll der Bau abgeschlossen sein.

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