World Frog Day

Na klar: Weil ein Frosch unser Siegel und Logo ziert, ist der World Frog Day für uns ein besonderer Tag im Jahr. Frösche sind aber auch erstaunliche Geschöpfe mit ihren bunten Farben und ihrer beeindruckenden Vielfalt. Frösche reagieren sehr sensibel auf Veränderungen in ihrer Umwelt und gelten daher als Indikator-Spezies. Ihr Vorkommen deutet auf ein intaktes Ökosystem hin. Verschwinden sie hingegen aus einem Lebensraum, ist dies ein Hinweis darauf, dass dort etwas aus dem Gleichgewicht geraten sein könnte. Drei Froscharten möchten wir euch beispielhaft vorstellen:

Glasfrosch

Glasfrösche sind beeindruckend anzuschauen: Benannt sind sie nämlich nach ihrem durchsichtigen Bauch. Dort kann man Organe und sogar das schlagende Herz sehen. Glasfrösche werden nur rund zwei bis drei Zentimeter lang. Sie leben hauptsächlich auf Bäumen in feuchten Gebirgswäldern in den Ländern Zentral- und Südamerikas wie Costa Rica, Kolumbien, Guatemala und Honduras. Tagsüber verstecken sie sich in dichten Baumkronen, denn diese kleinen Frösche sind nachtaktiv. Es ist nicht wirklich viel darüber bekannt, wie sich Glasfrösche ernähren. Vermutet wird aber, dass Fliegen, Spinnen und andere wirbellose Tiere zum Speiseplan gehören.

Baumsteigerfrosch

Baumsteigerfrösche werden zweieinhalb bis fünf Zentimeter lang und sind in den tropischen Regenwäldern Zentral- und Südamerikas beheimatet. Je nach Art leben sie am Boden oder auf Bäumen. Sie ernähren sich von Insekten, vorzugsweise Ameisen. Baumsteigerfrösche zählen zu den farbintensivsten Tieren der Welt. Je nach Art können sie gelb, gold, rot, blau, grün, schwarz oder kupferfarben sein – oder sogar eine Kombination aus diesen Farben. Ihre intensive Hautfarbe soll Feinde abschrecken. In ihrer Haut verbirgt sich nämlich ein Gift, das tödlich sein kann. Einige Arten des Baumsteigerfrosches gehören zu den giftigsten Tieren der Welt. Das Gift des Goldenen Blattsteigers zum Beispiel reicht aus, um für zehn Erwachsene Männer tödlich zu sein. Daher haben diese Frösche nur einen natürlichen Feind: Schlangen der Art Leimadophis epinephelus. Sie haben eine Resistenz gegen das Gift der Frösche entwickelt. Indigene Stämme und Gemeinden verwenden das Gift von Baumsteigerfröschen seit jeher zur Jagd, indem sie ihre Pfeilspitzen mit dem Gift benetzen.

Rotaugenlaubfrosch

Aufgrund der prägnanten roten Augen ist es nicht schwer, einen Rotaugenlaubfrosch zu erkennen. Diese Rotfärbung der Augen ist ein Abwehrmechanismus. Während diese nachtaktiven Frösche am Tag mit geschlossenen Augen gut getarnt sind, wirkt es auf Feinde zumindest irritierend, wenn sie ihre leuchtend roten Augen öffnen. Das verschafft den Fröschen genügend Zeit zur Flucht. Aber damit nicht genug: Je nach Laune ändert sich auch die Hautfarbe der Rotaugenlaubfrösche. Sie kann dunkelgrün, rötlich oder braun werden. Die Frösche werden fünf bis sieben Zentimeter lang. Mit ihren napfartigen Füßen können sie sich problemlos in den Baumkronen der Regenwälder in Zentralamerika fortbewegen, zum Beispiel auf der Jagd nach Insekten wie Fliegen, Grashüpfer und Schmetterlinge oder auch mal kleineren Fröschen.

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