Forscher alarmieren: Sechstes Artensterben übertrifft Prognosen

Das Überleben der menschlichen Zivilisation sei in Gefahr. Mit diesen drastischen Worten schildern Forscher das Ergebnis ihrer kürzlich veröffentlichten Studie. Darin haben sie die Populationen von 27.500 Arten untersucht. Bei nahezu der Hälfte der untersuchten Säugetierarten sind die Bestände seit dem Jahr 1900 um 80 % geschrumpft. Milliarden lokaler und regionaler Populationen sind seither ganz verschwunden. Insgesamt hat sich in dieser Zeit die Anzahl an Tieren etwa halbiert. Die Schlussfolgerung der Wissenschaftler: Das sechste große Artensterben findet gerade statt – und es ist schlimmer als befürchtet.

Düsteres Szenario für die Zukunft

Ursachen für den dramatischen Artenschwund und den Rückgang der Wildtierbestände weltweit seien vor allem Umweltzerstörung und –verschmutzung, Wilderei, die Ausbreitung invasiver Arten und der Klimawandel. Vieles davon sei auf menschliche Aktivitäten zurückzuführen wie exzessive Land- und Forstwirtschaft. Im Zuge einer wachsenden Weltbevölkerung und steigendem Konsums prognostizieren die Forscher ein düsteres Szenario: „Die daraus resultierende biologische Vernichtung wird offenkundig schwerwiegende ökologische, ökonomische und soziale Folgen haben. Die Menschheit wird schließlich einen sehr hohen Preis für die Dezimierung des Lebens zahlen.“

Menschen seien von intakten Ökosystemen abhängig. Denn diese wirken stabilisierend auf das Weltklima, bieten Nahrung, Luft und Wasser. „Alle Zeichen deuten auf noch stärkere Eingriffe in die Artenvielfalt innerhalb der nächsten zwei Jahrzehnte hin. Für das Leben auf der Erde – einschließlich des menschlichen Lebens – zeichnet sich ein trostloses Bild für die Zukunft ab“, so die Forschergruppe.

Langfristig müsse eine Überbevölkerung der Menschen auf der Erde vermieden werden, appellieren die Forscher. Vieles könne aber schon über das Konsumverhalten bewirkt werden. Zudem sei die Politik gefragt, Schutzzonen und Reservaten zu errichten sowie Gesetze zum Schutz der Artenvielfalt zu verabschieden.

Mission der Rainforest Alliance: Erhalt der Artenvielfalt

Mit dem Ziel, sensible Lebensräume zu schützen und die Artenvielfalt zu erhalten, wurde vor 30 Jahren die Rainforest Alliance gegründet. Seither engagiert sich die Umweltschutzorganisation für nachhaltigere Formen der Landnutzung. Denn Land- und Forstwirtschaft sowie der Tourismus gehören zu den Hauptverursachern von Entwaldung. Eine Umstellung der Prozesse hin zu mehr Nachhaltigkeit kann dazu beitragen, dieser zerstörerischen Entwicklung entgegenzuwirken. Ein Bestandteil dieser Arbeit ist die Zertifizierung von nachhaltig wirtschaftenden Farmen und Forstbetrieben im Ursprung – erkennbar an dem Siegel mit dem grünen Frosch.

Neben einer verantwortungsvolleren Wirtschaftsweise und einem nachhaltigerem Konsum beteiligt sich die Rainforest Alliance auch aktiv am politischen Diskurs zu wichtigen globalen Themen. Denn politisches Handeln ist in vielen Aspekten unerlässlich um weitreichende Fortschritte zu erzielen, zum Beispiel beim Klimawandel, beim Erhalt der Artenvielfalt und bei nachhaltigerer Landwirtschaft.

Wie die Arbeit der Rainforest Alliance konkret aussieht, zeigt dieses Video.

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