Rainforest Alliance/Studie

Forscher warnen: „Wir spielen ökologisches Roulette“

Auf 58 Prozent der Landfläche ist die „planetarische Grenze“ des Artensterbens bereits überschritten. Zu diesem Schluss kommen Wissenschaftler in einer Untersuchung. Die neun sogenannten „planetarischen Grenzen“ wurden im Jahr 2009 von einem internationalen Forscherteam veröffentlicht. Seither gelten sie als Belastungsgrenzen der Erde in verschiedenen ökologischen Dimensionen. Ein Verlust von 10 Prozent der Artenvielfalt ist eine dieser Grenzen.

Ursache für diese dramatische Entwicklung ist hauptsächlich der Mensch. Schwindet die Artenvielfalt drohen intakte Ökosysteme aus dem Gleichgewicht zu geraten, mit unabsehbaren Folgen für Menschen und die Umwelt. Tage wie heute der Internationale Tag der biologischen Vielfalt helfen, auf die Dringlichkeit des Artenschwunds aufmerksam zu machen. Das allein reicht aber nicht. Handeln ist geboten. „Entscheidungsträger sorgen sich um wirtschaftliche Rezessionen. Dabei können ökologische Rezessionen schlimmere Konsequenzen nach sich ziehen“, sagt Professor Andy Purvis, der an der Untersuchung mitgewirkt hat. „Solange wir nicht daran arbeiten, die Artenvielfalt wieder herzustellen, spielen wir ökologisches Roulette.“

Einige Forscher sprechen bereits vom 6. Massensterben. Nachrichten wie diese führten vor 30 Jahren zur Gründung der Rainforest Alliance. Nachhaltigere Formen der Landnutzung können entscheidend dazu beitragen, Entwaldung zu stoppen und schädliche Eingriffe in die Natur zu minimieren. Wichtiger Lebensraum für zahlreiche und teils bedrohte Arten rund um den Globus kann so geschützt und wiederhergestellt werden.

Ein Kommentar zu “Forscher warnen: „Wir spielen ökologisches Roulette“

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