Landwirtschaft/Rainforest Alliance

Wie Kaffeefarmer durch nachhaltigen Anbau profitieren

1995 wurde eine Kaffeefarm für ihren nachhaltig angebauten Kaffee als erste weltweit Rainforest-Alliance-zertifiziert. Seitdem stieg die Zahl zertifizierter Kaffeefarmen auf 194.356 in 24 Ländern. Tausende Farmer nahmen an Schulungen teil, um ihre Anbaumethoden zu verbessern. Dadurch können sie ihre Erträge erhöhen und die Gesundheit ihres Farmlandes auch für zukünftige Generationen erhalten.

Hier sind vier Beispiele, wie sich Rainforest-Alliance-zertifizierte Kaffeefarmen durch die Zertifizierung verändert haben.

Am Ende des Tages werden die gesammelten Kaffeekirschen auf der Finca Montecristo in Honduras zusammengetragen.

Am Ende des Tages werden die gesammelten Kaffeekirschen auf der Finca Montecristo in Honduras zusammengetragen.

„Nach acht Jahren der Zertifizierung hat unsere Finca eine Menge Veränderungen durchlaufen. Die Arbeiter erhalten den geltenden Mindestlohn oder mehr – egal ob Männer oder Frauen. Wildtiere wie Rehe und Schlangen werden nicht mehr gejagt. Es gibt jetzt einen Bewässerungsplan. Arbeiter werden mit lokal angebauten Lebensmitteln versorgt und erhalten Möglichkeiten zur Schulung und zur Weiterbildung. Bodenanalysen und gezielter Einsatz von Dünger haben Kosten reduziert und die Produktivität erhöht.“

– Armando Cruz, Manager Finca Montecristo, Honduras

In der Kaffee anbauenden Gemeinde Nagazu in Peru.

„Wenn du hart arbeitest, kann dir Kaffee eine sichere Lebensmittelversorgung und ein besseres Leben für dich und deine Familie ermöglichen – davon bin ich überzeugt. Ich kann ein höheres Einkommen erzielen, dank den Leuten, die mich geschult haben in nachhaltiger Landwirtschaft und im Schutz all unserer natürlichen Ressourcen.“

– Don Julio Camaña, Nagazu Villa Rica, Peru

Ein Farmer auf der Finca Medina in Guatemala hält getrocknete Kaffeebohnen in seinen Händen.

Ein Farmer auf der Finca Medina in Guatemala hält getrocknete Kaffeebohnen in seinen Händen.

Jorge Bolañas, Manager der Finca Medina in Guatemala, schützt seine Farm erfolgreich vor dem Kaffeerost. Dafür verwendet er eine Kombination aus natürlichen Stoffen wie Gips und Kalk und einem bestimmten Fungizid. Seine Nachbarn haben durch den Kaffeerost über 25 Prozent ihrer Erträge verloren, und das obwohl sie mehrmals im Jahr chemische Hilfsmittel verwendet haben. Im Gegensatz zu ihnen sind die Erträge von Jorge und den Dutzenden Kleinbauern, die die gleiche Methode wie Jorge angewendet haben, lediglich um fünf bis zehn Prozent zurückgegangen.

Jorge hat außerdem eine ganze Reihe weiterer neuer Praktiken auf seiner Farm eingeführt. Dazu gehören Hormonfallen zur Abwendung von Schädlingen, die Kompostierung von Abfällen (was über 30 Prozent der Nährstoffe für seine Böden liefert) und die Wiederaufforstung von Berghängen (was Lebensraum für potenzielle Bestäuber schafft). Jorge berichtet, dass sein Netto-Einkommen höher ist als das vieler seiner Nachbarn.

Ein Ameisenbär auf seinem Weg durch eine Kaffeefarm.

Ein Ameisenbär auf seinem Weg durch eine Kaffeefarm.

In den geschützten Gebieten auf der 6.000 Hektar großen Farm Daterra in Brasilien haben Biologen seltene Aras entdeckt, genauso wie Eulen, Jaguar-Fußspuren und große Ameisenbären. Die Farm liegt im Cerrado, den Savannen im Südosten Brasiliens, die eigentlich eher für ihre ausgezeichneten Bohnen bekannt sind als für Umwelt- und Klimaschutz. Daterra erhielt 2012 als weltweit zweite Kaffeefarm die Rainforest-Alliance-Verifizierung für klimasmarte Landwirtschaft. 50 Prozent ihres Farmlandes verbleibt im natürlichen Ursprungszustand. Das hilft, um Kohlenstoff aus der Atmosphäre zu binden und einen Beitrag gegen den fortschreitenden Klimawandel zu leisten. Wildtieren bietet es Schutz und Nahrung und sichert ihre natürlichen Wanderwege.

Mehr über die Wirkungen der Zertifizierung Rainforest Alliance CertifiedTM.

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