Biodiversität

Sechs Gründe, um für die Artenvielfalt zu kämpfen

Zum Earth Day 2016 teilt der renommierte Naturfotograf David Yarrow mit uns eine Serie beeindruckender Porträt-Aufnahmen aus der Wildnis.

46 Jahre ist der erste Earth Day her. Er sollte die Krise unseres Planeten auf die globale Agenda setzen. Damit wurde eine internationale Bewegung ausgelöst, die zum Handeln in den dringendsten Umweltproblemen unserer Zeit aufruft: Von Entwaldung und Klimawandel bis hin zur gefährdeten Artenvielfalt und giftigen Abfällen.

Es gibt keinen besseren Weg, den Earth Day und unsere Verpflichtung für unseren blauen Planeten neu anzutreiben, als die magischen Aufnahmen einiger Lebewesen zu betrachten, die für die reiche Artenvielfalt unseres Planeten stehen.

Ein Fuß am Boden, Dinokeng, Südafrika, 2014. Foto: David Yarrow

Ein Fuß am Boden, Dinokeng, Südafrika, 2014. Foto: David Yarrow

Yarrow: „Es gibt viele Aspekte, die zur Stärke des Bildes beitragen. So zum Beispiel der Staub, den der Löwe aufwirbelt oder das Licht des späten Nachmittags am Schilfrohr im Hintergrund. Hauptsächlich ist es aber der Löwe selbst, der herrlich durch das Bild schwebt.“

King Kong, Vulkan-Nationalpark, Ruanda, 2011. Foto: David Yarrow

King Kong, Vulkan-Nationalpark, Ruanda, 2011. Foto: David Yarrow

Yarrow: „Ich wollte einen Berg-Gorilla frontal fotografieren – mit direktem Augenkontakt. Ich dachte, ein Porträt transportiert mehr Emotionen als ein Schnappschuss in Bewegung. Ich wünschte nur, er hätte mich nicht so herrlich missachtet.“

Nicht näher, Zambesi-Nationalpark, Sambia, 2014. Foto: David Yarrow

Nicht näher, Zambesi-Nationalpark, Sambia, 2014. Foto: David Yarrow

Yarrow: „Das Nilpferd ist ein extrem gefährliches Tier. Jedes Jahr sterben durch Nilpferd-Attacken in Afrika rund 3.000 Menschen. Näher wollte ich an ein erwachsenes Tier nicht heran, speziell weil ich im Wasser war. Das Bild habe ich 20 Minuten vor meiner Abreise aus dem Zambesi-Nationalpark aufgenommen. Die Tage zuvor hatten nichts Verwertbares eingebracht.“

Snow Patrol, Amboseli, Kenia, 2014. Foto: David Yarrow

Snow Patrol, Amboseli, Kenia, 2014. Foto: David Yarrow

Yarrow: „Um dieses Bild zu machen, musste ich sehr nah an den Elefanten heran – damit ich zu ihm aufschauen kann, mit dem Kilimandscharo im Hintergrund. Als Trick positionierten wir uns an der Spitze einer sich nähernden Herde. Wir krochen unter unseren Jeep, um uns vor jedem Elefanten zu schützen, der sich bedroht fühlen könnte.“

Die Dschungelbuch-Geschichten, Ranthambhore-Nationalpark, Indien, 2013. Foto: David Yarrow

Die Dschungelbuch-Geschichten, Ranthambhore-Nationalpark, Indien, 2013. Foto: David Yarrow

Yarrow: „Es gibt nur noch etwa 1.700 Bengalische Tiger in Indien – ein schrecklicher Rückgang seit der Unabhängigkeit, als schätzungsweise noch 100.000 von ihnen lebten. Einen Vater mit seinem Sohn gemeinsam im Dschungel im Wasser baden zu sehen, war also statistisch sehr unwahrscheinlich. Besonders mag ich das alleinstehende Auge rechts im Bild – auch wenn es nicht im Fokus steht, zieht es doch unsere Aufmerksamkeit auf sich.“

Paternalismus, Vulkan-Nationalpark, Ruanda, 2014. Foto: David Yarrow

Paternalismus, Vulkan-Nationalpark, Ruanda, 2014. Foto: David Yarrow

Yarrow: „Dieses Bild erzählt eine einfache Geschichte: Der natürliche Instinkt einer Mutter, ihr Junges zu beschützen. Allein meine Anwesenheit löste diese Reaktion aus. Das Bild wirkt sehr gut in schwarz-weiß, weil der Dschungel dann nicht ablenkt und dem Auge erlaubt, sich auf die Fürsorge der Mutter zu fokussieren.“

Mehr über die Arbeit der Rainforest Alliance zum Schutz von Wildtieren, ihren Lebensräumen und besseren Lebensbedingungen rund um den Globus.

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