Klimawandel

Gesichter des Klimawandels

Der Klimawandel ist eine facettenreiche Realität, die echte Lösungen für zahlreiche Probleme benötigt. Die Rainforest Alliance arbeitet mit Farmern, Forstbetrieben, Tourismusunternehmen und Regierungen zusammen, um sensible Ökosysteme zu schützen und gleichzeitig das wirtschaftliche Einkommen lokaler Gemeinden zu unterstützen. In den vergangenen Jahren haben uns Farmer von Rainforest-Alliance-zertifizierten Farmen vermehrt von unberechenbaren Wetterphänomenen berichtet. Daraus folgende Dürren und Überschwemmungen können die Erträge und die Qualität landwirtschaftlicher Rohstoffe bedrohen und damit auch das Einkommen von Farmer, ihrer Familien und ganzer Gemeinden gefährden. Hier sind die Menschen von der Front im Kampf gegen den Klimawandel.

Jasmina Lira, Arbeiterin auf einer Rainforest-Alliance-zertifizierten Bananenfarm in Costa Rica

Jasmina Lira, Arbeiterin auf einer Rainforest-Alliance-zertifizierten Bananenfarm in Costa Rica

Jasmina Lira arbeitet auf der Finca Santa Marta, einer Rainforest-Alliance-zertifizierten Bananenfarm in Costa Rica. Jahrelang galt die Bananenindustrie in Lateinamerika als Synonym für Waldrodung, Umweltverschmutzung und soziale Missstände. Auf der Finca Santa Marta werden Boden und Gewässer geschützt. Auch die lokale Schule und Kurklinik werden von der Farm unterstützt. Waldrodung ist auf dem Farmgelände nicht zugelassen, womit auch der Klimawandel angesprochen wird. Jasmina ist eine alleinerziehende Mutter von drei Kindern, die sie durch ihr Einkommen eigenständig versorgt. Angesprochen auf ihre Arbeit auf der Finca Santa Marta sagt sie: „Wir haben ein großartiges Arbeitsklima. Wir sind wie eine große Familie.“

Vida Tsatso Boaful, Kakaofarmerin in Ghana

Vida Tsatso Boaful, Kakaofarmerin in Ghana

Als Teil der Arbeit im Klimabereich in Ghana, bietet die Rainforest Alliance Workshops und Schulungen für Lehrer an, die Themen wie den Kohlenstoffzyklus und die Rolle von Bäumen beim Klimawandel umfassen. Dieses Wissen können sie dann im Unterricht an ihre Schüler weitergeben. Vida Tsatso Boaful ist Kakaofarmerin auf einer kleinen Kakaofarm in Ghana. Mit der Entwicklung, die ihre Farm seit der Zertifizierung genommen hat, ist sie sehr zufrieden. Für Kleinerzeuger wie Vida sind die Effekte essenziell, die mit klimasmarter Landwirtschaft erzielt werden können. Sie sagt: „Ich habe realisiert, dass wir viel negatives getan haben, was sich auf unsere Lebensbedingungen und die Umwelt ausgewirkt hat. Seit ich nach den Anforderungen der Rainforest Alliance anbaue, haben sich meine Kakaoerträge verbessert. Sie sind von drei auf zehn Säcke pro Acre gestiegen.“ (1 Acre entspricht rund 0,4 Hektar)

Laeticia Mukandahiro und Reverien Ngiabanzi, Qualitätskontrolle bei KZ Noir

Laeticia Mukandahiro und Reverien Ngiabanzi, Qualitätskontrolle bei KZ Noir

Die Karengera Coffee Company, eine Tochtergesellschaft des ruandischen Kaffeeunternehmens KZ Noir, und die Farmen der beliefernden Kleinerzeuger haben im Jahr 2013 als erste Kaffeegruppe in Ruanda die Zertifizierung mit dem Siegel Rainforest Alliance Certified erreicht. „Weil es fast nur Kleinerzeuger mit kleinen Bäumen sind, können sie umso mehr auf ihre Farm aufpassen. Die Menschen haben die Möglichkeit, mehr auf die Qualität zu achten. Die Kaffee-Waschstation wird dann auch nicht mit einer enormen Quantität überfordert“, sagt Gilbert Gatali, Geschäftsführer bei KZ Noir.

Vor einigen Jahrzehnten waren Kaffeefarmen von den umliegenden Wäldern kaum zu unterscheiden. Traditionelle Methoden setzten auf Schattenbäume auf den Farmen, zusätzlich zu den Kaffeepflanzen. Dies kam der Artenvielfalt und der Qualität der Kaffeebohnen zugute. In den 1970er Jahren wurde eine neue Kaffeepflanze in den Anbau integriert, welche den Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel und volle Sonneneinstrahlung erfordert. Viele Farmer rodeten daraufhin Wälder und ließen die traditionellen Methoden hinter sich.

Auf Rainforest-Alliance-zertifizierten Farmen werden Farmer dazu ermuntert, mit und nicht gegen den Wald zu arbeiten. Sie reduzieren den Einsatz von Pflanzenschutzmittel und den Ausstoß von CO2-Emissionen auf ein Minimum, um auch das Klima zu schonen. Gilbert ist überzeugt, dass „je mehr Menschen wir dazu bringen, über nachhaltigen Kaffee nachzudenken, desto besser ist es am Ende für uns alle“.

Mehr Informationen zu klimasmarter Landwirtschaft der Rainforest Alliance gibt es hier:
www.rainforest-alliance.org/de/work/climate/climate-smart-agriculture

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