Studie

Nachhaltiger Konsum: Wir haben es in der Hand

86 Prozent der Deutschen kennen den Begriff „Nachhaltigkeit“. Nur ein Drittel hat jedoch auch eine klare Vorstellung davon, was damit gemeint sein könnte. Das ergab eine Verbraucherstudie 2014 im Auftrag der REWE Group. „Umweltbewusstsein“, „Dauerhaftigkeit“ und „nachwachsende Rohstoffe“ werden am häufigsten mit Nachhaltigkeit verbunden. Abhängig vom Einzelfall stimmt dies nur bedingt oder greift sogar viel zu kurz.

Kluft zwischen Absicht und Handeln

Die gute Nachricht: Trotz des ungenauen Verständnisses geben immer mehr Menschen in Deutschland an, beim Einkauf bewusst auf nachhaltige Produkte zu achten. Viele seien sogar bereit, dafür mehr Geld auszugeben. Marktdaten können jedoch nicht bestätigen, dass wir gemäß dieser guten Absichten auch tatsächlich handeln.

Wie ist es also wirklich um unsere Bekundungen bestellt? Vergessen wir unsere Absichten und Überzeugungen sobald wir den Supermarkt betreten? Entscheidet am Ende nicht doch immer der Preis? Welche gravierenden Folgen das haben kann, zeigt zum Beispiel Autorin und Journalistin Sarah Zierul in ihrem Buch „Billig.Billiger.Banane – Wie unsere Supermärkte die Welt verramschen“.

Überforderung, Misstrauen, Resignation – stehen wir uns selbst im Weg?

Nachhaltiger_Konsum_REWE-Studie_231015Die Vielfalt an Labeln und Siegeln im Supermarktregal ist ebenso groß und vielfältig wie die jeweiligen Inhalte für die sie stehen. Grund zur Entmutigung ist das aber nicht. Im digitalen Zeitalter können wir ziemlich schnell erfahren, wofür die einzelnen Siegel stehen und wie sie sich voneinander unterscheiden – z. B. bei „Label-online“. In der Regel gilt: Mit dem Griff zu zertifizierten Produkten wird gutes und wichtiges Engagement unterstützt.

Kritische und mündige Verbraucher sind wichtig – besonders wenn es um bewussten Konsum geht. Denn unser Vertrauen in Produkte und Siegel wird in hohem Maß vom Image und der medialen Berichterstattung geprägt. Durch einzelne negative Berichte bis hin zur Skandalisierung verlieren wir Vertrauen – denn wir Pauschalisieren.
Aus Enttäuschung über scheinbar nicht erfüllte Werte meiden wir Labels und greifen zu konventionellen Produkten. Paradoxerweise unterstützen wir dadurch mit größerer Wahrscheinlichkeit die Umstände und Anbaumethoden, die wir doch verhindern möchten.

Klar ist: Die Herausforderungen in den Anbauregionen der Tropen und Subtropen sind teils immens. Die Umstellung von oft jahrzehntelangen Praktiken hin zu mehr Nachhaltigkeit funktioniert nicht mit einem großen Schnitt. Es braucht einen langen aber kontinuierlichen Prozess. Und dabei kann jeder einzelne von uns einen kleinen Beitrag leisten.

Nachhaltigkeitssiegel mit dem Frosch

Wer zu Produkten mit dem grünen Frosch greift, unterstützt nachhaltige Land- und Forstwirtschaft und damit den Erhalt sensibler Ökosysteme und ihrer einzigartigen Artenvielfalt.

„Nachhaltigkeit“ bedeutet für die Rainforest Alliance vor allem:
• Umweltschonende Landnutzung
• Sozial verantwortungsvolles Handeln
• Langfristig rentable Lebensgrundlagen für die Erzeuger vor Ort

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2 thoughts on “Nachhaltiger Konsum: Wir haben es in der Hand

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