Aktivitäten für Kinder/Rainforest Alliance

Die nächste Generation schulen

Chiapas ist der Bundesstaat Mexikos mit der zweitgrößten Artenvielfalt des Landes. Er zeichnet sich besonders durch seine vielfältige Landschaft aus – von flachen Stränden bis hin zu Bergen mit über 4.000 Metern Höhe. Rund 1.400 verschiedene Baumarten wachsen dort. Waldrodung bedroht heute viele der wertvollsten Ökosysteme der Region. Ländliche Gemeinden sind konfrontiert mit starker Bodenerosion, aussterbenden Spezies und einem zunehmend instabilen Mikroklima.

Die Rainforest Alliance arbeitet mit Lehrern in Chiapas und Oaxaca, Mexiko, zusammen, um das Bewusstsein zu stärken für die schädlichen Folgen von Entwaldung. Zu vermitteln, wie die Gemeinden widerstandsfähiger gegenüber dem globalen Klimawandel werden, ist dabei besonders wichtig. Wir schulen Lehrer darin, das Thema „Klima“ in ihrem Unterricht zu integrieren. Kinder lernen beispielsweise was ein Kohlenstoffzyklus ist, wie sich verschiedene Vegetationsarten voneinander unterscheiden und warum intakte Wälder wichtig sind. Außerdem erhalten Lehrer die nötige Ausstattung für möglichst praktischen Unterricht. Schüler können so zum Beispiel den gespeicherten Kohlenstoff in Bäumen messen.

Brenda Zitali Cruz González im Unterricht.

Brenda Zitali Cruz González im Unterricht.

In der Kaffee anbauenden Gemeinde Montecristo de Guerrero, am Rande der Wälder der Sierra Madre, haben die Lehrerin Brenda Zitali Cruz González und ihre Kollegen mit ihren Schülern einen Garten mit neugepflanzten Bäumen angelegt. Durch den Aufbau des Gartens haben die Schüler nicht nur einiges gelernt, es hat die ganze Schule verändert.

„Was die Rainforest Alliance uns für den Unterricht mitgegeben hat, war nicht nur aus akademischer Sicht eine Bereicherung“, sagt Brenda. „Meine Schüler konnten lernen, welchen menschlichen Wert es hat, auf die eigene Umwelt Acht zu geben. Und das war das Wertvollste“.

Lehrer sind in Chiapas sehr angesehen und haben in ihren Gemeinden eine wichtige Rolle. Sie stehen nicht nur im Austausch mit kommunalen Vertretern, Farmern und vielen anderen, sondern sie können in ihren Gemeinden auch bedeutenden Wandel initiieren, indem sie Wissen an die nächste Generation weitergeben. Projekte zur Reduktion von Abfällen, Schutz von Gewässern und Förderung von Recycling und Kompostierung haben sie ins Leben gerufen.

„Die Aufgabe, den Klimawandel abzubremsen, beginnt aus meiner Sicht bereits bei der Verantwortung der Gemeinden, sich um ihre Wälder zu kümmern und sie wieder aufzuforsten“, sagt Brenda. „Wir haben die Wahl, ob wir mitmachen oder nicht, ob wir etwas tun oder nicht. Mit unserer Entscheidung hoffen wir, etwas bewirken zu können.“

2 thoughts on “Die nächste Generation schulen

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