Landwirtschaft/Rainforest Alliance

Die Menschen hinter deinem nachhaltigen Tee

Woher kommt der Tee mit dem grünen Frosch und wer baut ihn an? Wir haben eine Rainforest-Alliance-zertifizierte Teefarm in Sri Lanka besucht. Dort zählt Tee zu den größten Exportgütern des Landes und trägt zum Einkommen vieler Menschen bei. Es heißt: Wird der Tee in Sri Lanka auf einer Höhe von mindestens 1200 Metern angebaut, erhält er eine hohe Qualität und seinen besonderen Geschmack.

Tee wird auf den Farmen per Hand gepflückt

Tee wird auf den Farmen per Hand gepflückt

Mitten in der hügeligen Landschaft am Fuße des 2243 Meter hohen Adam’s Peak (auch „Schmetterlingsberg“ genannt), dem zweitgrößten und als heilig geltenden Berg in Sri Lanka, befindet sich eine Rainforest-Alliance-zertifizierte Teefarm. Seit über 150 Jahren wird dort Tee angebaut. Nach Möglichkeiten zu suchen, den Anbau nachhaltiger zu machen, ist für Farmer in den vergangenen Jahren immer wichtiger geworden.

Wir treffen Seevali Mudannayake, den Farmleiter. Wenn sich jemand mit dem Anbau von Tee auskennt, dann er. Wie man Tee anbaut hat er von der Pike auf gelernt. Denn angefangen hat er einst als Teepflücker. Sein Wissen stammt von der praktischen Arbeit auf dem Feld. Unzählige Betriebe im ganzen Land hat er dadurch gesehen und alle Facetten des Teeanbaus kennengelernt. Der Gedanke an die Umwelt ist etwas, das ihn auf seinem Weg stets begleitet hat.

Seevali Mudannayake

Seevali Mudannayake, Leiter der Farm

„Seit 33 Jahren arbeite ich jetzt in und mit der Natur. Vieles von dem was den Ansatz der Rainforest Alliance ausmacht, habe ich bereits vorher umgesetzt. Dann aber hörte ich von der Möglichkeit der Zertifizierung“, erzählt Seevali Mudannayake.

Das Siegel Rainforest Alliance Certified™ steht dafür, dass die Farm nachhaltige landwirtschaftliche Praktiken umsetzt – zum Wohle der Umwelt, des Klimas, der Arbeiter und ihrer Familien sowie nicht zuletzt für eine gute Qualität des Tees. Dafür können sie auf dem Markt in Colombo höhere Preise für ihren Tee verlangen. Das ist ein Anreiz auch für andere Farmer, ihren Teeanbau ebenfalls nachhaltig zu gestalten.

Miss Pradeepa, Koordinatorin der Rainforest Alliance

Miss Pradeepa, Koordinatorin der Rainforest Alliance

Seitdem die Farm mit der Rainforest Alliance zusammenarbeitet, wurde auf dem Gelände beispielsweise ein Informationszentrum eingerichtet, das Miss Pradeepa führt. Als Koordinatorin der Rainforest Alliance ist sie Ansprechpartnerin direkt vor Ort und steht für Auskünfte und Informationen bereit. Außerdem widmet sie sich dem Thema Bildung auf der Farm. Sie trainiert Arbeiter in nachhaltigen Anbaumethoden – gemäß den Anforderungen des Siegels mit dem grünen Frosch, und wie sie widerstandsfähiger gegenüber dem globalen Klimawandel werden. Ein starkes Umweltbewusstsein in der gesamten Gemeinde zu verankern ist ihr dabei ein besonderes Anliegen. „Oft unterrichte ich auch Kinder darin, wie man die Umwelt schützen kann. Bereits Kindern dieses Thema zu vermitteln, ist wichtig, um langfristige Veränderungen zu erreichen“, sagt Miss Pradeepa.

Spricht man mit den Menschen im Land, erfährt man schnell, dass sie die Auswirkungen des Klimawandels schon heute spüren. Das Wetter verhält sich nicht mehr wie gewohnt. Der Regen fällt nicht mehr in den erwarteten Zyklen. Und auch die Temperaturen weichen zunehmend von den üblichen Werten ab.

„Natürlich kann ich andere Farmer zu nichts zwingen, aber letztendlich werden sie keine Wahl haben. Der Klimawandel schreitet voran. Wenn wir nicht auf unsere Umwelt achten, haben wir bald kein Wasser mehr zum Trinken oder keine Nahrung mehr zum Essen. Teegärten werden schließen müssen. Ob wir Farmer wollen oder nicht: Wir müssen nachhaltig arbeiten“, so Seevali Mudannayake.

 

2 thoughts on “Die Menschen hinter deinem nachhaltigen Tee

  1. Hat dies auf nachhaltig schmeckt's rebloggt und kommentierte:
    Sehr interessanter Beitrag über den nachhaltigen Teeanbau der Rainforest Alliance in Sri Lanka. Wobei diese Organisation besonders auf das Wohl der Umwelt, des Klimas, der Arbeiter und ihrer Familien sowie auch auf eine gute Qualität des Tees achtet.

  2. Pingback: Gesichter des Klimawandels – Teil 2 | The Frog Blog Deutsch

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