Nachhaltige Finanzierung/Studie

Studie zeigt: Mangelnde Finanzierung bremst umweltfreundliche Forst- und Landwirtschaft

Waldrodung und expansive Landwirtschaft bedrohen und zerstören in den Tropen und Subtropen vielfach weitläufige und sensible Ökosysteme. Indem natürliche Wald- und Grünflächen immer weiter zurückgedrängt werden, schwindet auch wertvoller Lebensraum für unzählige Pflanzenarten und Wildtiere. Es gibt glücklicherweise auch Beispiele für positives Engagement, das sich gegen diese Entwicklung stemmt. Zumeist handelt es sich um lokale Initiativen, die ihren Anbau und Handel nicht länger auf Kosten der Natur praktizieren wollen, sondern versuchen, beides miteinander zu verbinden. Eine aktuelle Studie im Auftrag der Rainforest Alliance hat 191 solcher lokaler Initiativen in Afrika, Lateinamerika und der Karibik untersucht und miteinander verglichen. Trotz aller strukturellen und inhaltlichen Unterschiede, weisen nahezu alle Initiativen eine Gemeinsamkeit auf: Mangelnde finanzielle Ressourcen. In Folge dessen können geplante Maßnahmen und Aktivitäten häufig nicht umgesetzt werden – und ihre Wirkung für Bauern und das Land nicht erfüllen. Wichtiges Engagement droht dadurch ineffektiv zu werden und letztendlich daran zu scheitern.

Damit Initiativen für nachhaltige Forst- und Landwirtschaft erfolgreich sein können, setzt sich die Rainforest Alliance ein. Farmer mit Rainforest-Alliance-Zertifizierung können mit nachhaltigem Rohstoffanbau nicht nur ihre Erträge steigern und qualitativ verbessern, sondern auch von besserer finanzieller Unterstützung profitieren. Denn: Rainforest-Alliance-zertifizierte Farmer erhalten leichter und höhere Kredite. Diese ermöglichen es ihnen, nötige Investitionen zu tätigen und tragen dazu bei, ihren Betrieb langfristig zu sichern.

In Schulungen und praktischer Unterstützung vermittelt die Rainforest Alliance Farmern, wie sie Kredite beantragen können und welche Möglichkeiten ihnen dabei offen stehen. Außerdem werden Farmer in Bereichen der Buchführung geschult, sodass sie lernen, Kennzahlen wie Ein- und Ausgaben richtig zu dokumentieren. Dadurch können sie nicht nur ihre eigene Farm strukturierter führen und dauerhaft erfolgreich bewirtschaften. Sie werden auch selbstständiger im Umgang mit Behörden und von Kreditgebern als weniger risikobehaftet eingestuft. Rund 90 Prozent der Rainforest-Alliance-zertifizierten Farmer führen eine solche Dokumentation ihres Betriebs. Auf nicht-zertifizierten Farmern liegt der Anteil hingegen nur bei rund 30 Prozent.

Bereits seit 1987 engagiert sich die Rainforest Alliance dafür, die artenreiche Tier- und Pflanzenwelt in den Tropen und Subtropen zu schützen. Wenn Land- und Forstwirtschaft nachhaltig ausgerichtet sind, entsteht ein Gewinn für beide Seiten: Den Farmer und die Natur. Rainforest-Alliance-zertifizierte Farmen übernehmen häufig die Funktion als „grüne Korridore“. Sie erhalten Wälder, forsten gerodete Flächen wieder auf und stellen so eine Verbindung zwischen getrennten Waldflächen her. Wildtieren werden natürliche Bewegungsmuster dadurch wieder ermöglicht.

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2 thoughts on “Studie zeigt: Mangelnde Finanzierung bremst umweltfreundliche Forst- und Landwirtschaft

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