Boden/Landwirtschaft

2015: Das Jahr des Bodens

Wir hoffen, ihr seid alle gut gestartet – in das Jahr des Bodens! Die Vereinten Nationen (UN) haben 2015 zum Internationalen Jahr des Bodens erklärt und rufen damit zum gemeinsamen Handeln gegen global zunehmende Bodenerosion und Bodendegradation auf.

Jedes Jahr sinkt die Fläche fruchtbarer Böden weltweit um etwa 10 Millionen Hektar – eine Fläche größer als die Niederlande, Belgien und Luxemburg zusammen. Ursachen sind häufig umweltschädliche Landwirtschaftspraktiken, Anbaumethoden, die regionale Gegebenheiten missachten, Waldrodung und Bodenerosion. Gleichzeitig sind bereits heute vor allem in tropischen und subtropischen Regionen der Welt die Folgen des Klimawandels spürbar. Viele Farmer und Landwirtschaftsbetriebe stehen dort vor enormen Herausforderungen und müssen sich an verändernde Klimabedingungen anpassen, um ihre Lebensgrundlage nicht zu verlieren.

Der Erhalt fruchtbarer Böden und Umsetzung effizienter Landwirtschaftspraktiken sind außerdem essenziell, um zwei globalen Entwicklungen zu begegnen: Der stetig wachsenden Weltbevölkerung sowie dem steigenden Konsum von Produkten aus landwirtschaftlicher Erzeugung – vor allem auch in Schwellenländern wie Indien und China. Aktuellen Prognosen zufolge müsste sich die landwirtschaftliche Produktivität im Zeitraum von 2005 bis zum Jahr 2050 weltweit um durchschnittlich 70 Prozent erhöhen – in Entwicklungsländern sogar um 97 Prozent. Das unterstreicht ein Report der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO – Food and Agriculture Organization of the United Nations).

Die Rainforest Alliance unterstützt Farmen und Gemeinden in den Tropen und Subtropen bereits seit Jahren dabei, ihre Landwirtschaft umzustellen und nachhaltig zu gestalten. Das hilft den Farmern, der Umwelt und letztendlich auch bei der Bewältigung steigender Nachfrage. Rainforest-Alliance-zertifizierte Farmen bewirtschaften ihr Land umweltschonender, indem sie beispielsweise die Qualität des Bodens erhalten und verbessern, die artenreiche Tier- und Pflanzenwelt schützen und Wald auf ihrer Anbaufläche wiederaufforsten. Durch den Anbau im Einklang mit der Natur erzielen sie höhere Erträge auf gleicher Anbaufläche und sind so auch in der Lage, höhere Einkommen zu erzielen. Gesunde Böden und aufgeforstete Waldflächen dienen auch als natürliche Kohlenstoffspeicher. Sie binden Kohlenstoff aus der Luft und reduzieren das in die Umwelt abgegebene CO2. Damit leisten sie einen Beitrag zur Abschwächung des Klimawandels, wie diese Kaffee anbauende Gemeinde in Oaxaca, Mexiko.

Helft mit! Unterstützt die Arbeit der Rainforest Alliance und greift zu Produkten mit dem grünen Frosch.

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