Biodiversität/Forstwirtschaft/Klimaschutz/Klimawandel/Landwirtschaft/Rainforest Alliance

5. Adventsblog

„Am fünften Tag im Advent schenkt mir meine wahre Liebe … fünf goldene Ringe“.

Mit goldenen Ringen kann die Rainforest Alliance nicht aufwarten, dafür mit der „goldenen“ Geschichte einer mutigen Frau, die für den Erhalt natürlicher Ressourcen kämpft. Für uns alle.

Juana Payaba Cachique und ihre Tochter

Juana Payaba Cachique und ihre Tochter

Respektvolle Stille setzt ein, als Juana Payaba Cachique, die ehemalige Präsidentin der Gemeinde Tres Islas, zu der Versammlung unter freiem Himmel hinzukommt. Mittlerweile haben die Journalisten und Besucher von ihrem Kampf gehört, den sie mit ihrer Schwester Vilma und anderen Dorfführern gegen den Goldbergbau und dessen verheerende Folgen für die Region Madre de Dios im peruanischen Amazonas führte. Ihr Mut brachte sie bis vor das höchste Gericht Perus, wo sie die Landrechte der Ese-Eja und Shipibo Ureinwohner erfolgreich verteidigte.

„Als Repräsentanten unserer Gemeinschaft müssen wir uns um die Zukunft und um unsere Kinder sorgen“, sagt Cachique, wenn sie über ihren mühsamen und langwierigen Kampf berichtet. „Wir können nicht nur an uns selbst denken.“

Als die Tres Islas Gemeindeführer gegen die externe Bedrohung für ihr Land kämpften, musste die Gemeinde auch innerhalb ihrer Gemeinschaft eine komplexe Herausforderung angehen: die Frage, wie die nachhaltige Nutzung des Waldes mit den wirtschaftlichen Bedürfnissen der Gemeinschaft zu vereinbaren ist. Als eine von sechs indigenen Gruppen der regionalen Forst- und Landwirtschafts-Organisation La Asociación Forestal Indigena de Madre de Dios (Afimad), arbeitet Tres Islas seit 2009 mit der Rainforest Alliance zusammen und sichert 31.000 Hektar Land durch nachhaltiges Forstmanagement.

Diese Initiative schützt die reiche Tier- und Pflanzenwelt in dieser Region und unterstützt die Existenzsicherung der Menschen durch die nachhaltige Produktion von Paranüssen, Holz und Palmfrüchten – die alle auf natürliche Weise im Regenwald wachsen. Durch lokale Schulungsprogramme hat die Gemeinde gelernt, ihre Wälder nachhaltiger zu bewirtschaften, einen Mehrwert für ihre Waldprodukte zu generieren, neue Märkte zu erschließen und ihr Einkommen zu erhöhen. Diese gewinnbringenden Aktivitäten bieten auch anderen Gemeinschaften wichtige wirtschaftliche Anreize, um ihre Regenwälder zu schützen. Deshalb sind solche Initiativen entscheidend für den langfristigen Schutz des wertvollen Ökosystems (Regen-)Wald und für die Selbstbestimmung der indigenen Völker, die von ihm leben.

Die mutige Cachique sowie Afimad Präsident Martin Huypana und andere Einwohner von Tres Islas haben jahrelang hart gekämpft, um ihren Regenwald zu schützen. Sie werden respektvoll „Hüter des Amazonas“ genannt.

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