Landwirtschaft

Internationales Jahr der landwirtschaftlichen Familienbetriebe

Die Vereinten Nationen (UN) haben dieses Jahr zum internationalen Jahr der landwirtschaftlichen Familienbetriebe erklärt. Wir treffen aus diesem Anlass Nicholas Assaw, einen Bauern aus der Sefwi-Region in Ghana.

Nicholas lebt mit seiner Frau, seinen beiden Söhnen und seiner Mutter auf seiner ca. 1,6 Hektar großen Farm. Sein ältester Sohn geht zur Schule.

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Wie lang ist die Farm schon im Besitz deiner Familie?

Die Kakao-Farm ist jetzt 15 Jahre alt. Mein Großvater hat sie zuvor bewirtschaftet und sie dann meiner Mutter hinterlassen.

Wird die ganze Familie in die Farm mit eingebunden?

Ich habe ältere Verwandte in dieser Gemeinde, die alle ihre eigenen Farmen haben, die sie bewirtschaften.

Warum hast du dich für die Zusammenarbeit mit der Rainforest Alliance entschieden?

Ich habe vor zwei Jahren das erste Mal von der Rainforest Alliance gehört, als ein Mann aus der Region die Arbeit der Organisation lobte. Er erwähnte einige der lehrreichen Schulungs- und Lern-Materialien und zeigte mir Bilder von Leuten und deren Farmland aus nahen Gemeinden. Das hat mich neugierig gemacht.

Wie hat die Zertifizierung deine Farm verändert?

Für die Zertifizierung musste ich meine Angewohnheiten ändern. Ich lasse jetzt beispielsweise keine Kanister mehr auf meiner Farm stehen, die mit Pestiziden oder anderen Chemikalien gefüllt waren. Ich schneide nun auch die Pflanzen auf meiner Farm adäquat zurück, um sicherzustellen, dass ich eine gute Ernte erziele. Ich habe keine Angst vor Ernteausfall mehr, wenn ich ausgewählte Kakao-Bäume fälle, um zum Beispiel drei Meter mal drei Meter freien Platz zu bekommen. Denn ich habe gelernt, dass mehr Platz zwischen den Bäumen die Erträge meiner Pflanzen erheblich steigern kann. Früher habe ich 10 Säcke geerntet, jetzt sind es nie weniger als 15 Säcke.

Was sind deine Hoffnungen für die Zukunft für deine Farm und deine Familie?

Ich hoffe, stufenweise meine Erträge zu steigern, damit ich die Schulbildung meiner Kinder in vollem Umfang fördern kann. Ich hoffe auch, dass ich das Beste aus den Hilfeleistungen der Rainforest Alliance und ihrem Zertifizierungsprogramm herausholen kann. Ich werde weiterhin alles anwenden, was ich von der Rainforest Alliance gelernt habe und es sowohl an andere Familienmitglieder als auch an die Mitglieder meiner Gemeinde weitergeben. Ich weiß, dass ich mit meiner kleinen Farm anfangen kann, die nachfolgenden Generationen konkret zu unterstützen.

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