Biodiversität/Rainforest Alliance/Tourismus

Es lebe die Artenvielfalt

Anlässlich des diesjährigen Internationalen Tag der Biodiversität stellen wir heute fünf einzigartige Kreaturen der Galapagos-Inseln vor. Die vulkanischen Inseln liegen ca. 1000 km westlich der ecuadorianischen Festlandküste in Südamerika. Berühmt sind sie für eine atemberaubende Natur und Tierwelt, darunter viele endemische Arten.

1. Riesenschildkröte (Chelonoidis nigra) gian-tt-andean-tra Sie sind die größten Schildkröten der Welt und leben am längsten. Die größte Galapagos-Riesenschildkröte, die je gewogen wurde, war ein in Gefangenschaft lebendes Männchen, das 422 kg wog. Galápagos-Riesenschildkröten werden oftmals sehr alt (wie „Harriet“, die im Juni 2006, im Alter von vermutlich 176 Jahren, starb). Heute gibt es nur noch 11 Arten von Riesenschildkröten auf Galapagos, früher waren es mal 15. Es gibt ungefähr noch 15.000 einzelne Exemplare. Sie sind vom Aussterben bedroht. Eine interessante Tatsache: Diese riesigen, friedlichen Kreaturen können bis zu 16 Stunden pro Tag ruhen.

2. Meerechse (Amblyrhynchus cristatus) iguan-via-natura Die Galapagos-Inseln sind Heimat der einzigen Meerechsen der Welt! Diese sonderbaren Tiere leben die meiste Zeit an Land, ernähren sich aber von einer Vielzahl Algen, die im Meer wachsen. Dafür schwimmen sie entweder an der Oberfläche des Wassers oder tauchen sogar auf eine Tiefe von zirka 9 Meter, um an die guten Fressplätze zu gelangen. Sie können bis zu 45 Minuten unter Wasser bleiben, bis die wechselwarmen Tiere die kalten Wassertemperaturen nicht mehr ertragen. Diese Tiere sind ein hervorragendes Beispiel für Anpassungsfähigkeit. Wenn die Algen knapp werden, weichen sie aus und ernähren sich von Krebstieren, Heuschrecken und sogar von Landpflanzen. Wenn auch dieses Futter knapp wird, wie im Zusammenhang mit El Niño schon beobachtet, werden die Meerechsen einfach dünner und kürzer. Die Meerechse erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von 50 bis 70 cm, eine Schwanzlänge von 80 bis 110 cm und ein Gewicht von 500 g (Weibchen) bis maximal 11 kg (kräftige Männchen). Nach Angaben der IUCN, der Umweltorganisation der Vereinten Nationen, zählt der heutige Bestand von Galapagos Meerechsen etwa 50.000 Exemplare, die vornehmlich durch Umweltverschmutzung bedroht sind.

3 . Galapagos-Pinguin (Spheniscus mendiculus ) pinguins-andean-travel Galapagos-Pinguine sind die einzige Art, die nördlich des Äquators leben. Sie sind die Nachkommen einer kleinen Gruppe von ausgestorbenen Humboldt-Pinguinen. Wissenschaftler glauben, dass sie durch den sogenannten „Humboldt-Strom“ getragen wurden, der in der Antarktis entspringt und nach Norden entlang der Westküste Südamerikas von der Südspitze Chiles bis zum Norden von Peru fließt. Im Unterschied zu anderen Pinguinen haben sie, dank des reichlichen Nahrungsangebots (Fische und Krebstiere) bis zu drei Brutperioden pro Jahr. Sie legen in der Regel zwei Eier und bebrüten sie für etwa 40 Tage. Nur noch rund 1.000 leben auf den Inseln. Sie sind auf der Roten Liste der IUCN als gefährdet eingestuft. Der Galapagos-Pinguin ist der drittkleinste der Welt, er wird zwischen 48 und 53 cm gross. Auf Spanisch nennt man sie „pájaro bobo“ was „alberner Vogel“ bedeutet.

4. Stummelkormoran (Phalacrocorax harrisi) cormoran-surtrek Die Galapagosscharbe, auch Stummelkormoran genannt, ist der einzige Kormoran, der die Fähigkeit zu fliegen verloren hat. Diese Vogel-Art entwickelte sich in einer isolierten Insel-Umgebung, die frei von Raubtieren war. Durch die Evolution verloren sie ihre Flugfähigkeit, weil sie das Fliegen nicht brauchten. Ihre Flügel sind stark reduziert, und messen nur einen Drittel der Fläche, die notwendig wäre, damit ein Vogel dieser Größe fliegen könnte. Die Galapagosscharbe lebt auf den felsigen Küsten der Inseln, wo sie Aale, kleine Tintenfische, Fische und andere Wassertiere fischt. Ihre Bestand wird auf rund 900 Tiere geschätzt.

5. Galapagos-Seelöwe (Zalophus wollebaecki) sea-lion-surtrek Diese Seelöwen gehören zu den größten Tieren der Galapagos-Inseln. Die Männchen erreichen eine Länge von 250 bis 270 Zentimeter sowie ein Gewicht von rund 250 Kilogramm. Die Weibchen bleiben hingegen mit 150 bis 170 Zentimeter und einem Gewicht von 60 bis 100 Kilogramm deutlich kleiner und leichter. Sie sind die Favoriten der Touristen, vor denen sie keine Angst haben. Gemütlich liegen sie auf Felsen oder Pfeilern, sogar auf Bänken in der Nähe der Strände und mancher Tourist hat ein Exemplar schon im Speiseraum seines Hotels gefunden. Galapagos-Seelöwen sind meist sehr friedlich, und man kann mit ihnen oft — bei Wahrung eines angemessenen Abstands — tauchen und schwimmen, solange man sie nicht stört. Allerdings ist es üblich, dass männliche Seelöwen um ihr Territorium kämpfen. Dann können die männlichen Paschas unter Wasser auf der Wahrung ihres Territoriums beharren und werden dem Taucher gefährlich. Die Weibchen gebären ein Junges pro Jahr und sorgen für sie, bis sie zwei oder drei Jahre alt sind. Galapagos ist Heimat für etwa 50.000 Seelöwen.

Die einzigartige Tierwelt der Galapagos-Inseln macht die „verzauberten Inseln“, wie sie auch genannt werden, als Reiseziel so besonders und gleichzeitig so schützenswert und schutzbedürftig. Darum dürfen Touristen nur mit einem lizenzierten Reiseunternehmen eine Auswahl von Galapagos-Inseln besuchen. Diese Unternehmen bieten nachhaltige Reisen zu den Galapagos an. Planen Sie eine Reise, die Sie nie vergessen werden!

Schreibe einen Kommentar

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s