Klimaschutz/Landwirtschaft/Rainforest Alliance/SAN

Klimasmarter Kaffee

In Guatemala, Honduras und El Salvador begegnen zukunftsgerichtete Bauern den Herausforderungen des Klimawandels und erfüllen die Klimakriterien des Netzwerkes für Nachhaltige Landwirtschaft (SAN). Schon über 200 Kaffee-Farmen, die bereits das Rainforest Alliance Certified™-Siegel tragen, haben sich dazu entschieden, zusätzliche klimasmarte Maßnahmen umzusetzen. Durch Praktiken, welche den CO²-Ausstoß verringern und die Kohlenstoffspeichermöglichkeiten erhöhen, haben diese Farmen bereits mehr als 218.000 Tonnen CO²-Emissionen verhindert – das entspricht dem Ausstoß, den jährlich rund 44.000 Autos verursachen.

Das erfolgreiche zweijährige Projekt wurde von der Rainforest Alliance zusammen mit der Kaffee- und Kakaohandelsgesellschaft EFICO initiiert. Es bot 538 zentralamerikanischen Kaffeebauern Schulungen und technische Unterstützung und brachte 218 Betriebe und 3.000 Hektar Land unter geprüft nachhaltiges „klimaintelligentes“ Management.

Der Klimawandel bedroht die zukünftigen Ernten.

Der Klimawandel bedroht die zukünftigen Ernten.

In Zentralamerika leidet der Kaffeeanbau unter zunehmend höheren Temperaturen und unregelmäßigen Niederschlägen. Das begünstigt die Verbreitung von Pflanzen-Krankheiten und Schädlingsbefall. „Am Projekt teilnehmende Farmer verstehen die Bedeutung des Klimaschutzes und können sich gleichzeitig besser an den Klimawandel anpassen“, so Mario Lopez, Projektkoordinator der Rainforest Alliance in Guatemala. „Die Farmer sind jetzt besser vorbereitet, um mit Dürren und Überschwemmungen umzugehen. Außerdem erkennen sie, dass sie selber etwas gegen den Klimawandel tun können.“ Um die Klimasmart-Prüfung zu bestehen, müssen die Landwirte bestehende Waldflächen auf ihren Höfen schützen und noch mehr Bäume pflanzen. Sie wenden auch Bodenschutzmethoden an, die Kohlenstoff speichern helfen. Auf den Farmen wird kompostiert und der Dünger untergraben – das reduziert zusätzlich Emissionen. Die Bauern lernen, sich auf veränderte klimatische Bedingungen durch Schutz der natürlichen Ressourcen einzustellen und – mit Hilfe von Notfallplänen – sich für extreme Wetterereignisse zu wappnen.

„Die Unterstützung des Klimamoduls ist für uns als Kaffeeimporteure wichtig aber auch für die Gesellschaft als Ganzes“, sagt Renaud Cuchet, CEO von EFICO Mittelamerika. „Wir freuen uns, dass dieses Projekt in kurzer Zeit schon so viel Positivies bei den Kaffeebauern in Mittelamerika bewirkt hat.“

Eine nachhaltige Kaffeeversorgung erreichen Unternehmen nur, wenn sie mithelfen, intelligent mit den Herausforderungen des Klimawandels umzugehen. Die Rainforest Alliance beabsichtigt, ihre Arbeit für einen “klimasmarten” Kaffeeanbau auszudehnen und auch die Kultivierung anderer Pflanzen klimafreundlicher zu gestalten. „Wir erwarten, dass die Märkte die intelligenten Praktiken unterstützen und auch finanziell honorieren“, so Nils Leporowski, Präsident der ANACAFE – der Nationalen Kaffeevereinigung von Guatemala. Das Klimamodul des SAN wurde 2011 von der Rainforest Alliance in Zusammenarbeit mit der internationalen Stiftung für Tropenforschung (FIIT), EFICO und ANACAFE entwickelt. Es informiert die Landwirte über die Auswirkungen des Klimawandels und wirbt für Maßnahmen, die Emissionen verringern sowie Kohlenstoff speichern. Außerdem hilft es den Bauern, gegenüber sich verändernden Klimabedingungen anpassungsfähiger zu werden.

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