Rainforest Alliance

Naschen gegen Kinderarbeit?

Die Staatengemeinschaft unterscheidet Formen der Kinderarbeit. Diese Unterscheidung ist nicht zynisch gemeint, sondern versucht viel mehr den realen Bedingungen zum Beispiel in den Ländern der Tropen gerecht zu werden. Dort kann Kinderarbeit zum einen bedeuten, auf der elterlichen Farm oder dem heimischen Hof auszuhelfen oder es bedeutet zum anderen Zwangsarbeit, Menschenhandel und Ausbeutung. International ist man zu der Übereinkunft gekommen, dass zum Beispiel die Mithilfe auf der elterlichen Farm — so bei der Ernte — unter Auflagen durchaus möglich ist, während die sogenannten „worst forms of child labor“, die schlimmsten Formen der Kinderarbeit, in jedem Fall zu ächten sind.

Wenn zu Ostern und Weihnachten – den beiden Höhepunkten der Schokoladensaison – von dem „bitteren Beigeschmack“ des Kakaos gesprochen wird, wird damit auf die immer noch weit verbreitete missbräuchliche Kinderarbeit im Kakaosektor angespielt. In der Côte d’Ivoire und Ghana, den Ländern, aus denen der meiste Kakao kommt, sind die schlimmste Formen der Kinderarbeit zwar verboten, aber noch nicht ausgelöscht. Um sie erfolgreich zurückzudrängen, braucht es ganzheitliche Lösungsansätze, wie jüngst auch die britische NGO STOP THE TRAFFIK wieder mal klarstellte.

STOP THE TRAFFIK wurde 2006 von dem UN-Special-Advisor Steve Chalke gegründet, um das Anliegen zu unterstreichen, dass kein Mensch verkauft oder gekauft werden darf. Um den Menschenhandel im Kakaosektor zu unterbinden, schlagen die Aktivisten in ihrem aktuellen Blog-Beitrag vor, Schokolade von Fair Trade oder mit dem Siegel Rainforest Alliance Certified zu kaufen. Denn der SAN-Standard für nachhaltige Landwirtschaft, die Grundlage für unser Siegel, verbietet die missbräuchliche Kinderarbeit rigoros. Der grüne Frosch auf der Tafel Schokolade garantiert, dass der bittere Beigeschmack allenfalls auf die Aromen des Kakaos zurückzuführen ist. Wie wichtig es ist, auf das Siegel zu achten, machen die Zahlen deutlich, die STOP THE TRAFFIK angibt:

In der Côte d’Ivoire alleine arbeiten schätzungsweise 200.00 Kinder unter Zwang und produzieren den Kakao, der auf der ganzen Welt genossen wird.

Die Kinder auf dem Foto haben das Glück auf einer zertifizierten Farm aufzuwachsen. Sie bleiben von missbräuchlicher Kinderarbeit verschont und erhalten Zugang zu Schulbildung.

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