Landwirtschaft/Rainforest Alliance

Rainforest Alliance und Chiquita: 20 Jahre Zusammenarbeit

Fruit Logistica 2012

Feierten gemeinsames Engagement für Nachhaltigkeit: Rainforest Alliance Präsidentin Tensie Whelan und Chiquita sowie Vertreter von REWE und Migros (li bzw. re)

Seit 25 Jahren gibt es die Rainforest Alliance. 1992, gerade einmal fünf Jahre nach ihrer Gründung war ein erster Meilenstein erreicht: Die noch junge NGO startete in eine bis heute währende Zusammenarbeit mit dem börsennotierten Multifruchtkonzern Chiquita Brands. Der beharrliche Versuch der Rainforest Alliance, Chiquita zur Umsetzung des SAN-Standards und damit zur Berücksichtigung umfassender Sozial- und Umweltkriterien zu bewegen, war ein geradezu revolutionärer Plan. Endlich standen auch bei dem Bananenproduzenten die Zeichen auf Wandel.

Chiquita begann, auf ersten Farmen seine Anbaupraktiken zu verändern und Umwelt- und Sozialkriterien Raum zu geben. Daraus entstand eine Zusammenarbeit, die im Jahr des eigenen 25-jährigen Jubiläums ebenfalls ein Jubiläum feiert: 20 Jahre gemeinsames Nachhaltigkeitsengagement. Mittlerweile sind alle Chiquita-eigenen und ein Großteil der Zulieferplantagen zertifiziert.

Tensie auf der Fruit Logistica 2012

Meilensteine für eine damals noch junge NGO - Tensie Whelan erinnert an bemerkenswerte Ergebnisse aus 20 Jahren gemeinschaftlicher Arbeit

Mit der Einhaltung des Nachhaltigkeitsstandards verbunden ist die kontinuierliche Verbesserung aller Prozesse, etwa um mit neuen Erkenntnissen und Praktiken Schritt zu halten. „Im Jahr 1992 stieß Chiquita einen Prozess positiver Veränderungen an, der niemals enden sollte“, wünscht sich Tensie Whelan, Präsidentin der Rainforest Alliance, und würdigt gleichzeitig die Bedeutung dieses Schrittes. Auf der Fachmesse Fruit Logistica dieser Tage in Berlin, wo sie anlässlich des Jubiläums eine Ansprache hielt, ließ sie die Zuhörer auch wissen, dass das große Projekt Chiquita und die gemeinsame Arbeit für eine bessere Bananenproduktion ein Prozess beiderseitigen Lernens war: „Auch wir haben viel daraus mitgenommen“, bekannte sie und sehe darin auch gerade die Chance wirkungsvoller Nachhaltigkeitsinitiativen.

Übrigens: rund 18% der Welt-Bananenproduktion stammt mittlerweile von Rainforest-Alliance-zertifizierten Farmen.

Im Rahmen seines CSR-Engagements unterhält Chiquita Biodiversitäts-Partnerschaften mit Einzelhändlern (Migros und REWE Group). Mehr dazu unter: www.chiquitacsr.com.

Mehr zur Historie der Zusammenarbeit:

Mehr zur Historie der Zusammenarbeit:

Nach einer Zeit hartnäckiger Gespräche und langer Vorbereitungen zur Umstellung der Farmbewirtschaftung war es soweit: 1992 beantragte Chiquita erstmals die Prüfung von zwei dem Konzern gehörenden Farmen nach den Umwelt-, Sozial- und Ökonomie-Kriterien des SAN-Standards (SAN – Sustainable Agriculture Network – Netzwerk für nachhaltige Landwirtschaft; die Rainforest Alliance ist Mitglied und Koordinierungsstelle). Diese Pilotzertifizierungen in Costa Rica führten zu einer systematischen Umstrukturierung weiterer Farmen.
Mit großem Aufwand richtete das Unternehmen Pufferzonen entlang von Wasserläufen ein, schützte Waldflächen, installierte Klärsysteme für das Abwasser, verbesserte das Abfallmanagement, führte Programme zur Sicherheit am Arbeitsplatz ein, sorgte für die Verbesserung der Wohnbedingungen der Arbeiter, bessere hygienische Einrichtungen, Lagermöglichkeiten und Infrastruktur. Die Verwendung von gesundheits- und umweltschädlichen Pestiziden wurde verboten.
2000 besaßen alle Chiquita Farmen in Lateinamerika das Rainforest Alliance Certified™-Zertifikat. Im Anschluss daran ermutigte Chiquita zahlreiche unabhängige Bananenproduzenten, sich Rainforest-Alliance-zertifizieren zu lassen.
„Die Zertifizierung durch die Rainforest Alliance hat die Plantagen sowie die Produktionsbedingungen verändert und zu einem wachsenden, ökologischen und sozialen Verantwortungsbewusstsein vieler tausend in der Bananenproduktion tätiger Männer und Frauen beigetragen. Wir sind der Rainforest Alliance für ihren positiven Einfluss sehr dankbar“, betont Manuel Rodriguez, heute verantwortlich für den Bereich Corporate Responsibility bei Chiquita.

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