Forstwirtschaft/Klimaschutz/Rainforest Alliance

Signifikantes Wachstum für das Jahr 2010 – Teil 2

Plus 6 Prozent bei FSC-zertifizierten Waldflächen
Waldgebiet in Borneo ©Peter Kristensen

Waldgebiet in Borneo ©Peter Kristensen

In der Forstwirtschaft hat das „Rainforest Alliance SmartWood-Programm“ seine Position als führender Zertifizierer gemäß dem Standard des Forest Stewardship Councils (FSC) beibehalten und insgesamt 3,7 Millionen Hektar Wald nach FSC-Standard zertifiziert. Dadurch erhöhte sich die nachhaltig bewirtschaftete Waldfläche um 6 Prozent auf 63,1 Mil­lio­nen Hektar weltweit. FSC-zertifizierte Forstbetriebe tragen bei zum Schutz von Böden und Wasser, reduzieren Abfall, verhindern Abholzung und bieten wildlebenden Tieren natürlichen Lebensraum. Die Arbeiter in zertifizierten Betrieben profitieren von sicheren Arbeits­bedin­gungen, Gesundheitsvorsorge und angemessenen Wohnbedingungen für sich und ihre Familien. Ihre Kinder haben Zugang zu Schule und Bildung. Bis heute hat die Rainforest Alliance 47 Prozent der FSC-zertifizierten Forstflächen weltweit zertifiziert. Dr. Tymothy Synott, der damals erste Direktor des Forest Stewardship Council (FSC), betonte unlängst: „Die Gründung des SmartWood-Programms der Rainforest Alliance war ein historisches Ereignis. Es bestärkte uns in unserer Bemühung, eine damals erst reifende Idee zu verwirk­lichen und den Forest Stewardship Council zu gründen.“ Der FSC ist der heute weltweit bedeutendste, anerkannte Standard zur Forst­zertifizierung. Die Rainforest Alliance ist Grün­dungsmitglied und Teilnehmer an der Gründungsversammlung des FSC 1993 in Toronto, Kana­da. Bereits 1991 brachte sie mit SmartWood das erste Programm für nachhaltige Forstwirtschaft auf den Markt.

Die Rainforest Alliance hat im vergangenen Jahr zudem 2.987 FSC-Chain-of-Custody-Zertifikate, so genannte Produktlieferkettenzertifikate, ausgestellt – eine Steigerung von 7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Engagiert für den Klimaschutz und weltweit eine führende Kraft
Das Klimaschutzteam der Rainforest Alliance überprüft forstwirtschaftliche Projekte mit besonderem Fokus:  So müssen Betriebe zeigen, dass sie mit ihren Forstflächen in der Lage sind,  CO2 zu binden und Treibhausgasemissionen zu reduzieren. In Kanada konnte ein erstes Klimaschutz- und Biodiversitätsprojekt überprüft und sein positiver Nutzen für Klima, Öko­systeme und eine nachhaltige Entwicklung bestätigt werden. In Paraguay hat SmartWood das erste Projekt zur „Reduktion von Emissionen aus Entwaldung und Schädigung von Wäldern“ (Reduced Emissions from Deforestation and Forest Degradation, REDD) überprüft und anerkannt. In Guatemala haben SmartWood und der FSC das erste Projekt gemäß dem „Verifizierten Kohlenstoff Standard“ (Verified Carbon Standard, VCS), einem der am weitesten verbreiteten Standards zur Validierung und Verifizierung von freiwilligen Emissions­minderungen, überprüft und bestätigt sowie zwei REDD-Projekte verifiziert.

Im Jahr 2010 hat die Rainforest Alliance verstärkt die Auswirkungen des Klimawandels thematisiert und zahlreiche Projekte initiiert oder begleitet, die Klimaveränderungen abmildern sollen. Sie hat 9 neue CO2-Projekte mit einer Fläche von fast 514.700 Hektar Land verifiziert oder überprüft. Somit konnte sie bislang 18 CO2-Projekt-Verifizierungen und -Überprüfungen abschließen. Das entspricht 1,28 Millionen Hektar Landfläche in 16 Ländern. Die Rainforest Alliance hat zudem 6 Bewertungen von Methoden zum „Forest Carbon Accounting“ durchgeführt. Dabei geht es um die systematische und transparente Ermittlung, wie viel Kohlenstoff Bäume bzw. Wälder in ihrer Biomasse einlagern können.

2010 hat das „Training, Extension, Enterprises and Sourcing (TREES) Programm“ der Rainforest Alliance über 100 kleine und mittelgroße indigene forstwirtschaftliche Betriebe unterstützt. Erstmals wurden auch Projekte in Ghana und Kamerun sowie in acht Bundes­staaten Mexikos realisiert. Im „Rio Plátano Biosphärenreservat“ in Honduras haben forstwirt­schaftliche Kooperativen, unterstützt durch die Rainforest Alliance, zum ersten Mal eine forstwirtschaftliche Zertifizierung für 14.900 Hektar Waldfläche erhalten. Weitere 197.500 Hektar sollen folgen. Durch das „GuateCarbon Pilot-Projekt“ in Guatemala – das ein Gebiet von fast 400.000 Hektar im „Maya-Biosphärenreservat“ umfasst – zeigt TREES in überzeu­gender Weise, wie verantwortungsvoll bewirtschaftete Wälder den lokalen Gemeinden helfen, ihr Auskommen zu sichern.

Die Rainforest Alliance hat darüber hinaus aktualisierte Standards veröffentlicht, um die Legalität von nachhaltiger Nutzholzproduktion und Handel mit solchen Waren besser zu gewährleisten: „Verifizierung von legaler Herkunft“ und „Verifizierung von rechtlicher Übereinstimmung“.

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