Klimaschutz/Rainforest Alliance

SAN-Klimamodul unterstützt klimafreundliche Landwirtschaft

Die Rainforest Alliance und das SAN Sustainable Agriculture Network haben jetzt ein Klimamodul vorgestellt. Es bietet Landwirten in den Tropen konkrete Hilfestellung, um dem drohenden Klimawandel zu begegnen. Ziel ist es, Treibhausgas-Emissionen zu reduzieren und das Kohlenstoff-Speichervermögen auf den Farmen zu erhöhen. Damit haben die Farmen die Möglichkeit, sich dem Klimawandel besser anzupassen.

Schattenbäume auf Kaffeeplantagen sind auch wertvolle CO2-SpeicherZweck des Klimamoduls ist auch, die Farmer in den Tropen für die Auswirkungen des Klimawandels zu sensibilisieren und sie dafür zu gewinnen, auf eine klimafreundliche Landwirtschaft umzustellen. Denn, wie
Gianluca Gondolini, Projektverantwortlicher der Rainforest Alliance für nachhaltige Landwirtschaft in Lateinamerika, beont: „Die Landwirte spielen für die Abmilderung der negativen Effekte des Klimawandels eine fundamentale Rolle. Mit dem neuen Modul können wir den Farmern nun zeigen, dass eine klimafreundliche Landwirtschaft den Mehrwert der SAN-Zertifizierung noch verstärkt. Denn jetzt haben sie zusätzlich die Möglichkeit, CO2-freundlicher zu wirtschaften und dies zu belegen.“

Pioniere waren 2008 Kaffeebauern in den Departments San Marcos, Santa Rosa und Jalapa in Guatemala. Auf ihren Farmen wurden die Kohlenstoffspeicher-kapazität gemessen und die Treibhausgasemissionen berechnet. Weitere Feldstudien und begleitende Trainings fanden in Lateinamerika, Afrika und Asien statt. Sie sollten über das Umsetzungspotenzial des Klimamoduls auf Farmen unterschiedlicher Größe und mit unterschiedlichen Produktionsweisen Aufschluss geben. Bevor es nun öffentlich vorgestellt wurde, ging das Klimamodul in eine öffentliche Beratungsrunde mit mehr als 350 Interessenvertretern aus 41 Ländern unter Leitung des SAN.

Entwickelt wurde das Klimamodul in Zusammenarbeit mit der Interamerikanischen Stiftung für tropische Forschung FIIT, Guatemala, der Umweltschutzorganisation SalvaNATURA, El Salvador, dem Nationalen Kaffeeverband Anacafé, Guatemala, und dem Kaffee- und Kakaoimporteur Efico. Die Universität del Valle in Guatemala übernahm die Auswertung der Daten. Für die Finanzierung des Projektes konnten die Rockefeller Stiftung, Efico und Caribou Coffee gewonnen werden.
Wie dringend praxisorientierte Maßnahmen gegen den Klimawandel sind, zeigen Aussagen des IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change), der führenden internationalen Organisation für die Bewertung des Klimawandels. Nach ihr ist die Landwirtschaft eine der Hauptursachen für den Klimawandel. Sie verantwortet 14 Prozent der Treibhausgasemissionen, mehrheitlich die Folge von Bodenerosion, unzulänglichen Bewässerungspraktiken, unkontrolliertem Einsatz von Dünger und anderen Agrochemikalien, Verbrennen von Biomasse und Viehzucht. Berücksichtigt man auch die Abholzungen, vorgenommen für die weitere Ausdehnung landwirtschaftlicher Flächen und Forstplantagen, erhöht sich der Anteil der Landwirtschaft an den Treibhausgasemissionen auf 30 Prozent.

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