Biodiversität/Forstwirtschaft/Klimaschutz/Landwirtschaft/Rainforest Alliance

Warum Cancún wichtig ist

Tensie Whelan, Präsidentin der Rainforest Alliance, z. Zt. in Cancún

Die  Rainforest Alliance nimmt derzeit mit einer 18-köpfigen Delegation an der Uno-Klimakonferenz in Cancún, Mexiko, teil. Zwar haben die Ergebnisse der vorangegangenen Klimagipfel – vor allem das aus Kopenhagen im vergangenen Jahr – die Hoffnung auf einen neuen bindenden Vertrag in Cancún getrübt. Dennoch setzen wir uns weiterhin für wesentliche Entscheidungen im Kampf gegen den Klimawandel ein. Unsere essentielle Forderung ist REDD+ (Reducing Emissions from Deforestation and Degradation, deutsch: Reduktion von Emissionen aus Entwaldung und Schädigung von Wäldern).

Die Rainforest Alliance ist eine der international führenden Organisationen zur Förderung von nachhaltiger Forst- und Landwirtschaft sowie nachhaltigem Tourismus. Sie leistete bereits wegweisende Arbeit bei kommunalen Forstwirtschaftsprojekten zur Reduzierung von Emissionen aus Entwaldung und Schädigung von Wäldern sowie beim Überprüfen und Ausstellen von Emissionszertifikaten und dem systematischen Erfassen von Treibhausgas-Emissionen.

Dass der Schwerpunkt der Klimakonferenz  auf Themen wie der REDD+ liegt, zeigt wie wichtig der Zusammenhang zwischen Walderhaltung, nachhaltiger Landwirtschaft und Bodennutzung allgemein sowie nachhaltiger Entwicklung und Klimaschutz ist. Entwaldung ist für 17 Prozent der globalen Treibhausgas-Emissionen verantwortlich – damit gleichauf mit den Emissionen des weltweiten Transportwesens. Die Wechselwirkung zwischen Entwaldung und Landwirtschaft ist für bedeutend mehr als das verantwortlich. Landwirtschaft und Agrarindustrie treiben die Entwaldung, Rodung und Schädigung von Wäldern voran. Nur um den Weltmarkt mit Rindfleisch, Palmöl, Soja usw. zu bedienen. Fortschritte in Cancún für REDD+ wären ein Meilenstein zur Reduzierung der globalen Treibhausgas-Emissionen und zur Erhaltung von Biodiversität.

„Ob wir einen Vertrag erreichen oder nicht, Cancún spielt eine Rolle“, sagt Tensie Whelan, Präsidentin der Rainforest Alliance und bei der Klimakonferenz mit dabei. „Wir brauchen ein umfassendes, bindendes Abkommen. Und alle Länder müssen für eine Übereinkunft in naher Zukunft arbeiten. Bis dahin könnte die Klimakonferenz wichtige Entscheidungen über die Durchführung und Finanzierung von REDD+ und auch anderer Maßnahmen treffen. Dann könnten wir weniger entwickelten Staaten helfen, ihre Wälder zu erhalten und die Bodennutzung zu verbessern. Solche Entscheidungen wären ein großer Schritt vorwärts.“

Die meisten Schätzungen gehen davon aus, dass die Kosten für eine Halbierung der Entwaldung bis 2020 zwischen 25 und 35 Milliarden Dollar pro Jahr liegen. Dafür bedarf es sowohl der Finanzierung durch die Wirtschaft als auch durch nationale Regierungen und multilaterale Organisationen.

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