Rainforest Alliance

Die Rainforest Alliance kämpft für den Erhalt der Tropenwälder

Die Rainforest Alliance – vor über 20 Jahren gegründet – hat sich in den 1990er Jahren mit sieben Umweltschutzorganisationen in Lateinamerika zusammengetan, um den „SAN Standard“ (Standard des Netzwerks für nachhaltige Landwirtschaft) zu entwickeln. Er integrierte von Anbeginn die drei Säulen der Nachhaltigkeit: den Schutz der Umwelt, die wirtschaftliche Seite der Produktion und Soziales wie z.B. die Sicherung der Arbeiterrechte. Eine nachhaltige Landwirtschaft in den Tropen ist schon deshalb nötig, um die fortschreitende Abholzung der Regen- und Nebelwälder entlang des Äquators zu stoppen.

Der SAN-Standard besteht aus 94 Kriterien, die streng kontrolliert werden. Sie stellen die hohe Messlatte für eine erfolgreiche Zertifizierung dar. Farmen, die die unabhängigen Überprüfungen bestehen, werden mit dem Zertifikat Rainforest Alliance Certified™ ausgezeichnet.

Ein Affe im Baum auf einer Kaffeeplantage: Wild lebende Tiere zu jagen, ist auf Rainforest Alliance Certified-Farmen verboten.

Ein Affe im Baum auf einer Kaffeeplantage: Wild lebende Tiere zu jagen, ist auf Rainforest Alliance Certified-Farmen verboten.

Zertifizierte Farmen dürfen keine Wälder und andere schützenswerte Ökosysteme zerstören. Bauern werden nicht zertifiziert, wenn sie nach dem 1. November 2005 Wälder gerodet haben. Wer zwischen 1999 und 2005 Wald abgeholzt hat, muss diese Flächen renaturieren. Die Jagd geschützter Arten und wildlebender Tiere ist verboten. Die natürlichen Lebensräume aller Tiere und Pflanzen müssen geschützt und Korridore dort eingerichtet werden, wo sie als Übergänge in Rückzugsgebiete notwendig sind.

Rainforest Alliance Certified steht auch für eine Reinhaltung der Gewässer. Der Wasserverbrauch muss gesenkt werden, auch durch Wasseraufbereitung und -weitervewendung. Erosionen wird durch bodenerhaltende Schritte vorgebeugt. Beim Kampf gegen Schädlinge haben natürliche Alternativen wie der Einsatz von Nützlingen stets Vorrang. Gefährliche Pestizide sind verboten; der Einsatz von Chemikalien muss drastisch reduziert werden: Es gelten auch beim „SAN Standard“ – neben anderen – die Gesetze und Richtlinien der EU, der USA, der WHO und der UN Landwirtschafts-organisation FAO. Natürliche kompostierte Abfälle dienen dem Boden als Nährstoffe. Gentechnik ist verboten!

Auch die Schulpflicht für Kinder ist obligatorisch.

Auch die Schulpflicht für Kinder ist obligatorisch.

Farmer müssen ein betriebliches Gesundheitswesen einrichten und sichere Arbeitsplätze gewährleisten. Missbräuchliche Kinderarbeit ist verboten! Alle Arbeiter müssen Verträge erhalten, die sie auch verstehen. Sie müssen für ihre Arbeit den jeweils gesetzlichen Mindest­lohn enthalten und gut aus- und regelmäßig weitergebildet werden. Sie müssen sich frei organisieren können. Jedwede Diskriminierung ist verboten! Arbeiter und ihre Familien müssen in sicheren Häusern untergebracht sein, mit guter Hygiene, sauberem Trinkwasser und Elektrizität sowie einer Trennung von Schlafräumen und Küche. Für Kinder gilt Schulpflicht. Medizinische Versorgung für alle ist obligatorisch.

Rainforest Alliance Certified verlangt auch, dass Farmer gute Beziehungen zu den Gemeinden im Umfeld unterhalten. Sie müssen sich an der Entwicklung der lokalen oder regionalen Infrastruktur beteiligen, wie z.B. dem Bau von Schulen, Gemeindezentren, Straßen oder der Einrichtung öffentlicher Transportangebote.

Chris Wille begeisterte sich schon als Kind für die vielfältige Natur.

Chris Wille begeisterte sich schon als Kind für die vielfältige Natur.

Chris Wille, Wildbiologe und einer der Gründer der Umweltschutzorganisation Rainforest Alliance:

„Es gibt keinen Grund,  noch mehr kostbare Tropenwälder zu zerstören. Selbst für den sich rasant ausbreitenden Anbau verschiedener tropischer Früchte muss kein einziger Hektar kostbaren Waldes mehr gefällt werden. Wir haben bereits heute ausreichend Flächen  für die globale Landwirtschaft zur Verfügung.“

Wussten Sie eigentlich…?

  • Die Rainforest Alliance ist Co-Gründer des Forest Stewardship Council (FSC), dem weltweit führenden Standard für nachhaltig erzeugte Holzprodukte und Vorbild für Rainforest Alliance Certified.
  • Die deutsche Label-Online-Datenbank (www.label-online.de) der Verbraucher-Initiative e.V. (Bundesverband) stuft die Rainforest Alliance als empfehlenswert ein – als Öko- und als Sozial-Label.

www.rainforest-alliance.org

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