SAN

Neues SAN-Mitglied aus der Côte d’Ivoire

Die Direktorin des CEFCA, Melanie Bayo, mit Kakaobauern

Die Direktorin des CEFCA, Melanie Bayo, mit Kakaobauern

Das Netzwerk für Nachhaltige Landwirtschaft (SAN – Sustainable Agriculture Network) begrüßt sein zehntes Mitglied: Die afrikanische Nicht-Regierungs-Organisation CEFCA, zuständig für Studien, Training, Beratung und Kontrolle mit Schwerpunkt auf eine naturnähere, sozialverträgliche und wirtschaftlich einträgliche, also nachhaltige Landwirtschaft , mit Sitz in Abidjan, Côte d‘Ivoire.

Die Aufnahme dieser ivorischen NGO verstärkt die Präsenz des SAN weltweit und hilft, eine nachhaltige Landwirtschaft in Afrika weiter voranzutreiben – durch wirksame Instrumente wie die Zertifizierung und Auszeichnung mit dem Siegel Rainforest Alliance Certified.
Das Hauptziel von CEFCA ist es, zu einer nachhaltigen Entwicklung der ländlichen Gemeinden und der Landwirtschaft in Westafrika beizutragen. Die Arbeit dieser 2010 gegründeten Organisation passt perfekt zur Vision des SAN: produktive und effiziente Agrarsysteme etablieren, die das Wohlergehen der Menschen sichern. Gleichzeitig fördert das SAN den Schutz der natürlichen Ressourcen und die biologische Vielfalt.
Mélanie Bayo, Direktorin des CEFCA, hat sich seit dem Jahr 2007 der gemeinsamen Mission der Rainforest Alliance und des SAN angenommen. Sie führt aus: „Unsere Ausbildner und Berater arbeiten hauptsächlich im Kakao-und Kaffeeanbau. Unser Ziel ist es, die Biodiversität zu erhalten und gleichzeitig Existenzgrundlagen für die Bevölkerung zu sichern, indem wir nachhaltige und effiziente Agrarpraktiken einführen.”
In Zusammenarbeit mit der deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), dem ivorischen Amt für Naturparks, dem Unternehmen Barry Callebaut und der Wild Chimpanzee Foundation setzt die CEFCA ein Projekt zum Schutz des Tai-Nationalpark um. Es ist ein Rainforest-Alliance-Projekt mit Kakaobauern und läuft seit zwei Jahren in der westlichen Region des Landes.

Die Mission des SAN und der CEFCA stimmen überein

Die Mission des SAN und der CEFCA stimmen überein

„Im Grunde geht es darum, Kakaobauern auf die Zertifizierung gemäß SAN-Standard vorzubereiten, indem wir sie für Umweltthemen sensibilisieren und damit die landwirtschaftlichen Aktivitäten den Tai-Nationalpark nicht beeinträchtigen: Dazu richten wir mit Hilfe der Gemeinden Pufferzonen zwischen den Kakaopflanzen und dem Park ein sowie rund um die Gewässer”, sagt Bayo. Es sind 2.500 Bäuerinnen und Bauern von fünf Kooperativen daran beteiligt. CEFCA setzt im Osten der Côte d’Ivoire weitere Projekte um. Auch hier geht es darum, Kakaobauern das Know-How guter landwirtschaftlicher Praxis zu vermitteln, damit diese ihre Erträge verbessern können und nicht Jahr für Jahr zur Erschließung immer neuer Landbauflächen neuen Wald roden, um zu überleben.

Durch die Integration einer ivorischen NGO erweitert das SAN sein Netzwerk in einer für den Schutz der biologischen Vielfalt besonders wichtigen Region. So können die lokalen Gegebenheiten besonders gut und wirksam integriert werden. Dies erlaubt auch geringere Kosten für Schulung und Zertifizierung, mehr kulturelle Sensibilität und mehr Kapazität, um Landwirte, Händler und Exporteure zu unterstützen.

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