Biodiversität/Rainforest Alliance/SAN

“Greening the Cocoa Industry” mit weiterhin hoher Dynamik

Am Wochenende startet wieder die Internationale Süßwarenmesse (ISM) in Köln. Erstmals wird auch das Forum Nachhaltiger Kakao, eine gemeinsame Initiative von Bundesregierung, Industrie, Handel und Zivilgesellschaft mit einem Stand vor Ort präsent sein, um zu informieren und zu vermitteln, wie aus deutscher Sicht zentrale Herausforderungen des Kakaosektors in Westafrika erfolgreich gelöst werden sollen. Auch die Rainforest Alliance ist im Forum Nachhaltiger Kakao engagiert und teilt sich derzeit auch einen Sitz im Lenkungsausschuss mit Fairtrade und Utz Certified. Am Montag, 27. Januar 2014, 10.00 Uhr bis 12.00 Uhr, ISM, Koelnmesse, Congress-Centrum Ost, 4. OG, Congress-Saal Sektion 1, wird es eine vom Forum veranstaltete Podiumsdiskussion geben zum Thema: “Nachhaltigkeitsstandards im Kakaosektor – Kooperation im Rahmen der Initiative Certification Capacity Enhancement (CCE)“. An der Diskussion nimmt auch unser Kollege Eric Servat teil, der maßgelich das Kakaoprogramm der Rainforest Alliance mitentwickelt hat.

Die ISM ist immer auch DER Zeitpunkt, um das vergangene Jahr zu reflektieren. Und auch wenn die Kennziffern der Rainforest Alliance-Arbeit für das Jahr 2013 erst im Frühjahr 2014 veröffentlicht werden, können wir in punkto Kakaonachhaltigkeit heute schon die folgenden Daten mitteilen:

Das im März 2011 in Afrika, Asien und Lateinamerika für fünf Jahre geplante Entwicklungsprojekt „Greening the Cocoa Industry“ in Zusammenarbeit mit Umweltprogramm der Vereinten Nationen UNEP und Global Environment Facility (GEF) arbeitet mit weiterhin hoher Dynamik und liegt in Summe erneut vor dem Zeitplan.

Mehr als 570.000 Tonnen Kakao mit Rainforest Alliance Certified™-Siegel sind verfügbar

Ende 2013 wurden insgesamt bereits über 570.000 Tonnen Kakao gemäß Sustainable Agriculture Network-Standard (SAN-Standard für Nachhaltige Landwirtschaft) erzeugt. Das entspricht einer Volumensteigerung von etwas mehr als 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr (406.000 Tonnen).  Der Anteil der nachhaltig bewirtschafteten Anbaufläche wuchs um rund ein Drittel auf annährend 838.000 Hektar. Der durchschnittliche Hektar-Ertrag wuchs auf 680 Kilogramm (2012: 614 Kilogramm), bleibt damit zwar immer noch relativ gering, liegt aber dennoch deutlich über dem als weltweitem Durchschnitt angesehenen Ertrag von 450 Kilogramm pro Hektar.

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260.000 Kakaobauern wirtschaften gemäß SAN-Standard

Im vergangenen Jahr wirkten 260.000 Kakaobauern in acht Kernländern erfolgreich an „Greening the Cocoa Industry“ mit –  erneut 100.000 mehr als im Vorjahr. Sie stellten ihre agrarische Praxis um von konventionellem Anbau auf nachhaltige Kakaoerzeugung und erfüllen die Richtlinien des SAN-Standards für Nachhaltige Landwirtschaft. Er ist Voraussetzung für die Vergabe des Siegels Rainforest Alliance Certified™. Jetzt wird das Programm auch in Brasilien und Papua Neu-Guinea gestartet. Zuvor waren bereits erste Farmer in Papua Neu-Guinea trainiert worden.

Der Erhalt der Artenvielfalt ist zentrales Anliegen von „Greening the Cocoa Industry“

„Greening the Cocoa Industry“ ist ein langfristig angelegtes Kakao-Entwicklungsprojekt des Umweltprogramms der Vereinten Nationen UNEP (United Nations Environment Programme) und der GEF (Global Environment Facility) in Zusammenarbeit mit der Rainforest Alliance. Dem Erhalt der Arten­vielfalt kommt dabei eine Schlüsselrolle zu, z. B. durch den Schutz wild lebender Tiere, Wiederaufforstung oder Pflanzung heimischer Baum- und Pflanzenarten oder die Reinhaltung der Gewässer. In diesem Kontext setzt die Rainforest Alliance auch Projekte in Nachbarschaft zum einzigartigen Taï National Park (UNESCO Weltnaturerbe) in der Côte d’Ivoire um, einem der letzten Gebiete mit intaktem tropischem Regenwald in Westafrika. Zu den Besonderheiten der Tierwelt dort gehören eine Reihe bedrohter Arten, darunter Waldelefanten und Schimpansen.

Übererfüllung einer Reihe von Kennziffern ist ein großer Erfolg

Ursprünglich war vorgesehen, dass bis Dezember 2016 insgesamt 10 Prozent der Weltkakao­produktion (350.000 Tonnen Kakao, angebaut von 250.000 Bauern auf 750.000 Hektar Farmland) auf nachhaltige Erzeugung umgestellt sind, was nachweislich zum Erhalt der Artenvielfalt in tropischen Ökosystemen beiträgt.

Folgende zehn Kernländer auf drei Kontinenten wurden für das Projekt ausgewählt:

  • Afrika: Côte d’Ivoire, Ghana, Madagaskar, Nigeria
  • Asien: Indonesien, Papua Neu-Guinea
  • Lateinamerika: Brasilien, Dominikanische Republik, Ecuador, Peru

Weitere Informationen folgen im Verlauf der nächsten Wochen und Monate.

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