Landwirtschaft/Rainforest Alliance

Die Kakao-Farmer von COFA

Christian Mensah, unser Manager West Africa, Sustainable Landscapes, berichtet im zweiten Teil über die Selbsthilfe von Kakao-Farmern in Nigeria und ihrer Organisation, der COFA.

Christian Mensah wurde herzlich begrüßt

„Die COFA (Conservation Cocoa Farmers Association, Vereinigung der Kakaobauern zum Schutz der Natur) ist in Nigeria eine aufstrebende Genossenschaft der Regionen Ondo, Osun und Cross River. Die Bäuerinnen und Bauern haben im vergangenen Jahr entschieden zusammenzuarbeiten, um ihre Produktion und ihr Einkommen zu verbessern und um die Natur zu schützen. Außerdem bieten sie ihren Mitgliedern Vermarktungsdienstleistungen an, um eine größere Verhandlungsmacht auf dem Markt zu erlangen.

COFA wird unterstützt von Conservation Alliance, einer west-afrikanischen Umweltschutzorganisation. In Partnerschaft mit der Rainforest Alliance werden den Bäuerinnen und Bauern Weiterbildungen und Trainings zuteil, damit sie ihre Anbaumethoden verbessern und Organisationsstrukturen aufbauen können. Möglich wurde dies erst durch das Programm “Greening the Cocoa Industry”, das im Jahr 2012 auch in Nigeria gestartet wurde.

Die Bäuerinnen und Bauern sind so bestens gerüstet, um selbst Lösungen für Herausforderungen und Problemstellungen zu entwickeln, ihre Produktivität und Einkommen zu steigern und konkret dazu beizutragen, ihre Umwelt zu schützen. Sie kümmern sich auch um mehr Gerechtigkeit zwischen den Geschlechtern und sichern den Lebensunterhalt für ihre Familien nachhaltig.

In Nigeria sind Kakao-Farmergruppen, die sich selbst verwalten, bislang keine Selbstverständlichkeit. Weil in der Vergangenheit die lokale Regierung sich direkt in das Management eingemischt hatte und sich die Organisationen leider häufig durch Korruption und mangelnde Führung auszeichneten, hatten die Kakao-Bauern grundsätzlich das Interesse verloren, sich überhaupt noch zu organisieren. Über viele Jahre konnten sie so ihre Lebensbedingungen nicht mehr verbessern.

Seine Königliche Hohheit Oba Gabriel Adelagan Popoola sagte mir: `Die Kakaobauern müssen unbedingt darin unterstützt werden, die Praktiken auf ihrem Hof zu verbessern, in höherwertiges Pflanzmaterial zu investieren und ihr Land neu zu bepflanzen. Sie brauchen Zugang zu Wissen und Möglichkeiten, um bessere Anbaumethoden umzusetzen.´ Dies sei der wichtigste Ansatz, um den Bauern den Weg aus der Armut zu ebnen. Die Produktivität sei dabei die größte Variable, die das Einkommen der Bauern signifikant zum Positiven hin beeinflussen könne. Die Bauern sollten auch die Verantwortung über die zur Verfügung stehenden Ressourcen in der Gemeinschaft übernehmen.

Nachhaltiger Kakakoanbau in Nigeria

Es ist ein Glück für COFA, dass es neben dem Programm “Greening the Cocoa Industry“ auch einen privaten Partner gibt: die Firma „Crystal Green Global Services“, die die Produzenten mit den Kakaoeinkäufern verbindet. Sie hilft COFA direkt, Weiterbildungen und Trainings zu erhalten, um so den SAN-Standard umzusetzen zu können und die Zertifizierung zu erlangen. Außerdem sorgt das Unternehmen mit für eine langfristige Nachfrage.

Wenn ich künftig zu meinen Trainingstouren durch Nigeria aufbreche, nehme ich die Hymne der COFA mit. Ich bin glücklich, dass COFA entstanden ist und die Organisation den Bäuerinnen und Bauern selbst gehört. Ich hoffe, dass die COFA-Mitglieder sich weiterhin die Hände reichen und COFA zu einer bedeutenden, landwirtschaftlichen Erzeugergemeinschaft in Nigeria machen. Sie haben eine fundierte Entscheidung für Zertifizierung und Nachhaltigkeit getroffen und werden sicher damit erfolgreich sein.“

Christian Mensah in großer Runde

One thought on “Die Kakao-Farmer von COFA

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