Rainforest Alliance

Get Certified … Es ist auch gut für die Gesundheit

Am 7. April war wieder Weltgesundheitstag. Um diesen Tag auch retrospektiv noch zu würdigen, wirft der heutige Blog-Beitrag einen Blick darauf, wie die Zertifizierung dazu beitragen kann, die Gesundheit und das Wohlbefinden der Landarbeiter und ihrer Familien in den Tropen zu schützen.

Notarzt vor Ort


Im nicaraguanischen Kaffee-Anbaugebiet Matagalpa arbeitet die Finca La Cumplida intensiv mit der Dorfgemeinschaft zusammen und fördert die konsequente Wiederaufforstung der Waldgebiete, die für die Landwirtschaft in der Vergangenheit gerodet wurden. Die Finca La Cumplida erhielt erstmals 2005 die Rainforest Alliance-Zertifizierung. Insgesamt leben und arbeiten auf dem Hof 760 Menschen. Während der Erntezeit beschäftigt La Cumplida sogar bis zu 2.000 Arbeiterinnen und Arbeiter.
Im Rahmen des Zertifizierungsprozesses hat La Cumplida eine eigene Klinik mit einer rund um die Uhr erreichbaren Krankenschwester für Notfälle und Erste Hilfe errichtet, in der auch kleinere Operationen vor Ort vorgenommen werden können. Arztbesuche werden zwei Mal im Monat angeboten: einerseits von einem Arzt aus dem Ministerium für Gesundheit und andererseits von einem Arzt der nicaraguanischen Nichtregierungsorganisation “Agentur Profamilia”. Obwohl die Patienten eine geringe Selbstbeteiligung für die medizinische Leistung, in der Regel etwa 1 US-Dollar, entrichten müssen, übernimmt die Farm die Rechnung für Medikamente oder für schwerwiegende medizinische Behandlungen, die sonst unerschwinglich für die Betroffenen wären.

Der Besitzer Clemente Ponçon schätzt, dass die Farm mehrere hundert Dollar pro Monat für Medikamente und andere medizinische Versorgung für die Arbeiter aufbringt. Inzwischen konzentriert sich die Klinik stärker auf Prävention, mit dem Schwerpunkt auf Gesundheitserziehung und aktiver Erholung.

In Südindien erlangten acht Teeplantagen die Rainforest Alliance-Zertifizierung. Sie alle verkaufen ihren Tee an Unilever, zum Beispiel für den berühmten Lipton Yellow Label Tee. Die Arbeiter auf dem Glendale-Tea-Estate profitieren beispielsweise von den Sozial- und Gesundheits-Programmen der Plantage, einschließlich des Krankenhauses, das mit qualifizierten Ärzten, Krankenschwestern und einem Krankenwagen ausgerüstet ist. Zudem stehen für die Kinder Schulen und Kitas mit umfassender Versorgung und guten Lernangeboten bereit. Das Management des Kairbetta Estates bietet kostenlose medizinische Hilfe für alle Familienmitglieder der Arbeiter und Pflücker sowie für Community-Mitglieder an, die nicht anderweitig einen Zugang zu medizinischer Versorgung haben. Mit einer stetigen Krankenschwester vor Ort wird geholfen, Verletzungen oder Krankheiten schneller und besser zu behandeln.

In Guatemala, auf der Finca Buenos Aires in der Region Retalhuleu, wirft Geschichte einen langen Schatten. Nicht nur, dass die Farm von Felipe Guzmán seit fünf Generationen in Familienbesitz ist. Sie fußt zudem in einer Höhe von etwa 600 Metern über n.N. auf einem riesigen Netzwerk von alten Maya- und Olmeken-Stätten. Die Farm wurde 1882 errichtet und pflanzt und erntet seit jeher aromatische Kaffeekirschen im Schatten der Baumkronen. Guzmáns Engagement für eine nachhaltige Landwirtschaft ist genau so tief in ihm verwurzelt wie seine Familie mit dem Land und der Gemeinde. Um auf den Erfolgen der Vergangenheit aufzubauen und um den wachsenden Markt für verantwortungsvoll angebauten Kaffee zu bedienen, entschied sich Guzmán für das Rainforest-Alliance-Certified-Siegel. Seine Farm erfüllt seit inzwischen einem Jahrzehnt die strengen Vorgaben. Seit 2009 stellt die Finca Buenos Aires den 20 Haushalten auf der Farm jeweils einen kleinen Wasserfilter bereit. Dieser entfernt Bakterien und Sand aus dem Wasser. Dank des sauberen und sicheren Trinkwassers gibt es jetzt deutlich weniger Magen-Darm-Erkrankungen. Bei Erkrankungen sind alle Farmarbeiter durch das nationale Gesundheitssystem in Guatemala geschützt. Doch Guzmán zahlt ihnen darüber hinaus bis zu zweimal im Jahr benötigte Medikamente. Wer häufiger Medikamente braucht, bekommt zudem einen Zuschuss.

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ photo

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s