Auch Gucci setzt auf Nachhaltigkeit
6. März 2013 at 11:37 1 Kommentar
Was wir heute unter dem Begriff Mode verstehen, kommt aus dem kulturellen Raum des königlich-französischen Hofes während des Absolutismus. Die Mode war Ausdruck des Zeitgeists, ihm unterworfen und daher stets wandelbar.
Wie kann etwas, das heute derart kurzlebig ist, nachhaltig sein? Die „Green Carpet Challenge“, eine von Modeschöpferin und Umweltaktivistin Livia Firth initiierte Aktion, versucht diese Frage zu beantworten: Nachhaltig erzeugte Rohstoffe werden in ethisch verantwortungsvoller Weise zu hochwertigen Endprodukten verarbeitet.
Im Fall der neuen Gucci Taschenkollektion stammt das verwendete Leder von den Fazendas São Marcelo Ltda., eine Gruppe von vier Ranches im Bundesstaat Mato Grosso im Westen Brasiliens. Sie erfüllen den SAN-Standard für nachhaltige Landwirtschaft und zusätzlich den Standard für nachhaltige Rinderwirtschaft. Die Zertifizierung gewährleistet, dass die Farmen der Abholzung Einhalt gebieten, den Lebensraum für Wildtiere schützen, ihre Nutztiere ethisch verantwortungsvoll behandeln und die Rechte und das Wohlergehen der Ranch-Arbeiter wahren.
Nähere Informationen zu der Zusammenarbeit von Gucci und der Rainforest Alliance, stehen in der aktuellen Pressemitteilung.
- Tasche Hobo
- Tasche Jackie
- Tasche Tote
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1. Ein Herz für Rinder | | 25. April 2013 um 10:15
[...] Beispiele, wie viel man falsch machen kann, liefert die Vergangenheit der Tropen genug. Die Ausbeutung von Mensch und Tieren und der Natur per se waren nicht nur an der Tagesordnung, sie sind es leider häufig immer noch. Der SAN-Standard für Nachhaltige Landwirtschaft wurde verfasst mit dem Gedanken, genau diese Missstände in dem schützenswerten Ökosystem Tropenwald zu beenden. Die Kriterien des Standards sind für sich genommen bereits umfassend und lösen viele Herausforderungen. Damit der Standard aber allgemein genug bleibt, um auf verschiedene landwirtschaftliche Produkte angewendet werden zu können, gibt es „Zusatz-Standards“, die ergänzend spezielle Bedingungen umfassen. Einer dieser zusätzlichen Standards ist der Standard für Nachhaltige Rinderhaltung. Farmen, die sich der Rinderwirtschaft verschrieben haben, können sich zusätzlich zum normalen SAN-Standard auch demgemäß auditieren und zertifizieren lassen. Damit erhalten die Farmer das Recht zu sagen, ihre Viehwirtschaft stellt keine invasive, gefährliche Bedrohung für den Schutzraum Tropen dar. Das Rainforest-Alliance-Certified™ Siegel darf dann auf allen Produkten geführt werden, die aus dem Rind typischerweise gewonnen werden. Sei es das Fleisch, Milchprodukte oder das Leder. Zuletzt hat Gucci prominent auf diese Option zurückgegriffen, als das Modehaus die erste Taschenkol… [...]