Kaffee für einen perfekten guten Morgen

19. Dezember 2012 at 10:32 Hinterlasse einen Kommentar

Für viele in Deutschland gehört eine Tasse warmer, duftender Kaffee zum Frühstück dazu. Inzwischen wächst immer mehr ein Bewusstsein dafür, woher der Kaffee stammt. Dabei ist nicht unbedingt die botanische Seite der Frage gemeint, sondern die Frage, wie der Kaffee geerntet und letztlich angebaut wird.

Dass der Preis, den wir im Supermarkt für den Kaffee zahlen, nicht zu 100 Prozent an den Farmer gehen kann, ist verständlich. Damit der Kaffeefarmer in den Tropen trotzdem ein gutes Auskommen und damit genug zum Leben hat, dafür gibt es verschiedene Ansätze und Lösungsvorschläge. Die mit prominentesten bieten Fairtrade und Rainforest Alliance Certified™.

Wie gut diese Ansätze in einander greifen können, belegt jüngst eine von Transfair Deutschland und ihrer Schweizer Schwester Max Havelaar in Auftrag gegebene Studie. Das Center for Evaluation (Ceval) unterstreicht in der Studie, die unter anderem hier ripe_coffeevon Misereor Schweiz verbreitet wird, dass Kaffeefarmer finanziell davon profitieren, wenn sie gemäß dem Fair-Trade-Standard anbauen und sich demgemäß zertifizieren lassen. Richtig finanziell profitieren können die Farmer allerdings, wenn sie zusätzlich noch eine Rainforest-Alliance-Zertifizierung anstreben. Dann steigen zwar die durchschnittlichen, absoluten Produktionskosten von ca. 2684 US-Dollar auf ca. 3514 US-Dollar jährlich; aber der Farmer kann dadurch sein Einkommen überproportional steigern, so dass sich die Doppelt-Zertifizierung mehr als auszahlt. „This is an interesting observation, considering that while productions costs differ only minimally, the difference in income is rather large”, so die Ceval-Studie. Laut der Studie ist eine mögliche Erklärung dafür, dass die Farmer mit der zweiten Zertifizierung nicht mehr von ihrer Kooperative abhängig sind, was den Verkauf ihrer Bohnen angeht. Eine Ertragsteigerung, bedingt durch die Anwendung des Nachhaltigkeits-Standards, bietet eine ebenso valide Erklärung.

Auch wenn letztgültige Erklärungen nur auf Basis qualitativer Daten erfolgen können, fest steht: Egal ob man seinen Kaffee mit Milch oder schwarz bevorzugt – auch der grüne Frosch auf der Verpackung macht den Unterschied.

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