Die Rainforest Alliance unterstützt Kaffeefarmer in ihrem Kampf gegen die Folgen des Klimawandels
8. Dezember 2011 at 17:32 1 Kommentar
Anhaltende Dürren, unvorhersehbare Niederschlagsverteilung und Stürme bedrohen nicht nur die Pflanzen, sondern auch die Lebensgrundlage der Farmer. In vielen Kaffeeanbaugebieten sorgen die veränderten Wetterbedingungen bereits jetzt für geringere Ernten. Zur selben Zeit steigt das Verlangen des Weltmarkts nach dem Rohstoff Kaffee, was den Druck auf die Ökosysteme weiter verstärkt.
Die Plantage El Platanillo in Guatemala ist die erste Farm, die gemäß dem Klimamodul des Sustainable Agriculture Network (SAN) – Netzwerk für nachhaltige Landwirtschaft – verifiziert wurde. Das neu entwickelte Klimamodul ist ein freiwilliger Standard und ergänzt den SAN-Standard, den Farmen erfüllen müssen, um das Rainforest Alliance Certified™-Siegel zu erlangen. Der SAN-Standard schreibt bereits verschiedene Maßnahmen vor, die helfen, die Folgen des Klimawandels abzumildern. Dazu gehören beispielsweise das Pflanzen von Schattenbäumen, Bodenschutzmaßnahmen und der Schutz lokaler Ökosysteme. Das Klimamodul fordert darüber hinaus, die Energie effizient zu nutzen, Kohlendioxid auf der Farm zu binden und einen Notfallplan für extreme Wetterbedingungen zu entwerfen.
„Wir müssen den Farmern dabei helfen, ihre landwirtschaftlichen Praktiken zu verbessern und die lokalen Ökosysteme zu schützen und wieder aufzubauen, wenn wir wollen, dass die Farmer weiterhin ein Auskommen haben, ohne dabei die Wälder weiter abforsten zu müssen“, sagt Gianluca Gondolini, bei der Rainforest Alliance verantwortlich für nachhaltige Landwirtschaft in Lateinamerika.
Neben dem SAN waren die Guatemalan Coffee Association (ANACAFE), die Inter-American Foundation for Tropical Research (FIIT) und der belgisch-schweizerische Kaffee- und Kakaohändler EFICO an der Entwicklung des Moduls beteiligt.
Eintrag abgelegt unter Rainforest Alliance. Tags: Kaffee, Klimawandel, Klimawechsel.
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